Studieren in Frankreich

  • Louvre in Paris

    Louvre in Paris - © Atout France - Maurice Subervie

    Louvre in Paris

    Louvre in Paris - © Atout France - Maurice Subervie

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    Studieren in Frankreich - © Atout France - Phovoir

    Studieren in Frankreich

    Studieren in Frankreich - © Atout France - Phovoir

Studieren in Frankreich

Paris mit seinem Eiffelturm und berühmten Monumenten, unzählige Sonnenstunden und kristallklares Meer an der Côte d’Azur oder die wilde romantische Felsküste der Bretagne, … Frankreich ist für viele ein Sehnsuchtsland. Warum daher nicht mal längere Zeit im Land der Kultur und Gastronomie verbringen? Bei einem Studienaufenthalt in Frankreich könnt ihr richtig in das französische Leben eintauchen und das Savoir-vivre hautnah erleben!

5 gute Gründe für ein Studium in Frankreich

1. Internationale Anerkennung

Über 300 000 Studierende aus aller Welt sind an französischen Hochschulen eingeschrieben, Frankreich liegt damit auf dem vierten Platz hinter den USA, Großbritannien und Australien. Im europäischen Vergleich ist es sogar hinter Spanien das zweitbeliebteste Gastgeberland. Die Einrichtungen sind gut ausgestattet, da Frankreich jährlich 20 % der Staatsausgaben in Bildung und Forschung investiert. Die Abschlüsse entsprechen dem europaweiten Bachelor-Master-System und sind international anerkannt.

2. Niedrige Studiengebühren und kein Numerus Clausus (NC)

Fast nirgendwo sonst sind die Studiengebühren so niedrig wie in Frankreich: An staatlichen Hochschulen beträgt der jährlich Beitrag für ein Bachelorstudium 184€ und für ein Masterstudium 256€ - das gilt für französische wie ausländische Studenten gleichermaßen. Anders als in Deutschland ist kein Fach zulassungsbeschränkt, zum Studium genügt die allgemeine Hochschulreife (Ausnahme: Grande Ecole, s.u.).

3. Französisch - eine Weltsprache

In über 70 Staaten ist Französisch die oder eine der offiziellen Landessprachen und mehr als 280 Millionen Menschen auf der ganzen Welt sprechen Französisch. Unter den Weltsprachen nimmt das Französische nach Mandarin, Englisch, Spanisch, Hindi und Arabisch den sechsten Rang ein. Aber es gewinnt stetig an Sprechern dazu. Ein Grund mehr, die Sprache zu erlernen und in die Kultur Frankreichs einzutauchen.

4. Französische Kultur

Frankreich gehört zu den führenden Kulturnationen der Welt. Kunst und Kultur genießen hohe Wertschätzung und werden mit erheblichen öffentlichen Beträgen unterstützt, so dass gerade junge Leute von zahlreichen Reduktionen profitieren können. Mehr als 40.000 geschützte Monumente und Orte, 8.000 Museen, mehr als 500 Festivals, zahlreiche Theater, Konzerte und Tanzveranstaltungen, moderne Ausstellungen und herausragende Parks warten auf euch!

5. Eines der vielseitigsten Länder der Welt

Mit über 5500 km Küste, atemberaubenden Berglandschaften und 42 UNESCO-Weltkulturerbestätten ist Frankreich eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Während eines Studienaufenthaltes könnt ihr auch abseits von Touristenpfaden die verschiedenen Facetten des Savoir-vivre entdecken. Paris ist dabei die beliebteste Stadt für ein Auslandsstudium, doch auch Montpellier, Toulouse oder Bordeaux stehen bei vielen ganz oben auf der Liste. Und habt ihr schon einmal daran gedacht, in der Südsee zu studieren? Frankreich verfügt über Überseegebiete im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean. Ein französisches Hochschulstudium in exotischer Umgebung ist hier möglich: Guadeloupe, Martinique, La Réunion, Französisch Guyana und Tahiti!

Das französische Hochschulsystem

Durch die Bologna-Reform in den 90er Jahren sind die Studienabschlüsse in Frankreich und Deutschland nahezu identisch: Dem deutschen Bachelor entspricht die französische Licence; beim Bachelor wie beim Master wird jedoch zwischen Licence professionnelle / Master professionnelle (praktisch orientiert) und Licence recherche / Master recherche (theoretisch orientiert) unterschieden.

Zulassungsvoraussetzungen

Einen Numerus Clausus gibt es in Frankreich nicht, die Allgemeine Hochschulreife (in der Regel Abitur) wird allerdings vorausgesetzt. Nur bei speziellen Studiengängen kann die Anzahl der Plätze beschränkt sein, sodass unter anderem die Note des Bewerbers entscheidend ist. Die Grandes Écoles haben ihre eigenen Zulassungsverfahren und wählen auch nach Noten aus.

Wessen Muttersprache nicht die Französische ist, muss ausreichende Sprachkenntnisse nachweisen. Die Ansprüche variieren je Studiengang. Vom französischen Bildungsministerium anerkannte Diplome sind DELF (Diplôme d'études en langue française), DALF (Diplôme approfondi de langue française) und TCF (Test de connaissance du français). Das DALF gestattet den ausländischen Studierenden ohne Sprachtest den Zugang zu den französischen Universitäten. Nähere Informationen findet ihr auch bei den jeweiligen Hochschulen und auf den Webseiten der französischen Kulturinstitute in Deutschland.

Hochschultypen

Es gibt drei Hochschultypen in Frankreich: die Universität, die Grande Ecole und die école spécialisée. Universitäten bieten, wie in Deutschland, Studiengänge aus allen Fachbereichen und mit allen Abschlüssen an. Die Grandes Ecoles hingegen sind spezialisierter: Sie gelten als elitär und bieten nur Studiengänge aus bestimmten Fachbereichen. Um aufgenommen zu werden, muss man eine anspruchsvolle Zulassungsprüfung (concours) bestehen. Zudem können die Studiengebühren teils sehr hoch sein. 
Zum dritten Typ gehören spezialisierte Hochschulen, beispielsweise Kunst- oder Musikakademien.  An diesen Einrichtungen werden staatlich anerkannte Diplome ausgestellt sowie eigene Abschlüsse der Ecoles spécialisées (sogenannte Diplômes oder certificats d’établissement).

Studium und Notengebung

In Frankreich zählt man nicht nach Semestern, sondern nach Studienjahren. Das Studienjahr beginnt im September und endet im Juni. Ein Studienbeginn zum Sommersemester ist daher in Frankreich in der Regel nicht möglich. Das Studium in Frankreich gilt generell als verschulter als das in Deutschland: Präsentationen und Diskussionsrunden sind weniger üblich, stattdessen gibt es mehr Frontalunterricht und mehr Prüfungen. Die CM („Cours Magistraux“ ) entsprechen den deutschen Vorlesungen, während die TD („Travaux Dirigés“) mit den deutschen Seminaren vergleichbar sind.
Die Notenvergabe erfolgt nach Punkten zwischen 0 und 20: Unter 10 Punkten ist man durchgefallen, über 16 hat man eine eins.

Gleichzeitig in Deutschland und Frankreich studieren

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist ein Netzwerk von 186 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland und Frankreich, die insgesamt 175 integrierte binationale und trinationale Studiengänge anbieten. Im Rahmen dieser Studiengänge verbringt ihr zwei bis drei Semester an einer französischen Partnerhochschule und erhaltet am Ende zwei Abschlüsse bzw. einen Doppel-Abschluss. Eine Liste der angebotenen Studiengänge findet ihr hier: www.dfh-ufa.org/studium/studienfuehrer/

Finanzierung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung für ein Auslandsstudium zu erhalten:

  • Auslands-BAföG: Selbst wer im Inland kein BAFöG erhält, kann es mit einem Antrag versuchen, da die Voraussetzungen für ein Auslandstudium unterschiedlich sind.
  • DAAD- Stipendium: Der Deutsche Akademische Austauschdienst vergibt jedes Jahr verschiedene Stipendien für Studium, Forschungsvorhaben, Praktika und Sprachkurse an Studierende und Forscher. Für einen Studienaufenthalt in Frankreich beträgt die Förderungshöhe ca. 725 € für ein Voll- bzw. 300 € für ein Teilstipendium.
  • Erasmus: Der Klassiker unter den staatlichen Förderungsprogrammen. Die Förderung beträgt in der Regel zwischen 250€ und 400€ pro Monat für einen Studien- bzw. Praktikumsaufenthalt bis zu einem Jahr pro Studienzyklus.
  • DFH-Stipendium: Solltet ihr euch für einen DFH-Studiengang entscheiden, könnt ihr mit einer monatlichen Mobilitätsbeihilfe von ca. 270 € rechnen.
  • Verschiedene Stiftungen: Viele Stiftungen bieten ebenfalls Stipendien für einen Auslandsaufenthalt an (z. B. Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Heinrich Böll-Stiftung, etc.). Informationen erhaltet ihr auf den jeweiligen Websites.

Wohnen & Leben in Frankreich

Die Lebenshaltungskosten in Frankreich sind etwas höher als die in Deutschland und liegen monatlich zwischen 600€ und 1000€. Die Mietniveaus entsprechen etwa denen in Deutschland, nur Paris bildet mit wesentlich höheren Mietpreisen die Ausnahme. Jeder Student – ob französisch oder ausländisch – kann bei der Caisse d’Allocation Familiale (CAF) Wohngeld beantragen und so etwa ein Drittel seiner Miete erhalten. Dies gilt jedoch nur bei Mietverhältnissen mit einem gültigen Mietvertrag und nicht bei Untermiete!

Das Studentenwohnheim ist die günstigste Wohn-Alternative, jedoch ist die Nachfrage groß und man muss sich rechtzeitig um einen Platz bewerben. Eine Liste mit Kontaktadressen findet ihr auf der Seite von Campus France: www.allemagne.campusfrance. Wohngemeinschaften sind in Frankreich weniger verbreitet als in Deutschland, dennoch sollte es möglich sein, eine zu finden. Gute Adressen für die WG-Suche in Frankreich sind Appartager.com und leboncoin.fr.

Wichtige Partner

Ausführliche Informationen für einen Auslandsaufenthalt in Frankreich findet ihr auf der Seite von Campus France (www.allemagne.campusfrance.org). Das Infobüro "Campus France Deutschland - Studieren in Frankreich" ist Teil der französischen Botschaft in Deutschland und hat seine Niederlassung sowohl im Berliner Institut français als auch im Stuttgarter Institut français. Es berät ausführlich über das Studium in Frankreich (Bewerbungsverfahren, Finanzierungsmöglichkeiten, etc.).

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