Moderne Architektur in Frankreich

  • Moderne Architektur des Centre Pompidou-Metz

    Moderne Architektur des Centre Pompidou-Metz

    © SHIGERU BAN ARCHITECTS EUROPE , JEAN DE GASTINES ARCHITECTES , METZ METROPOLE

  • Musée du Louvre-Lens

    Musée du Louvre-Lens

    © Atout France - Dirk Ortlinghaus / Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / SANAA, Tim Culbert + Celia Imrey / IMREY CULBERT, Catherine Mosbach

Moderne Architektur in Frankreich

Wann immer es in Frankreich darum geht, ihr Können in den Dienst der Kultur zu stellen, liefern Architekten Meisterliches.

Als idealer Ausgangspunkt für die Reise bietet sich in Paris die Cité de l’architecture et du patrimoine an. Dort kann man sich mit der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts auf anschaulichste Weise vertraut machen. Als nächste Station könnte das Centre Pompidou auf dem Programm stehen. Der 1977 eingeweihte Bau nach Plänen von Renzo Piano und Richard Rogers gilt als Ikone moderner Architektur und bildet noch immer für eine ganze Generation von Architekten eine Quelle der Inspiration. Auch der Bau des Centre Pompidou-Metz, für den der Japaner Shigaru Ban und der Franzose Jean des Gastines verantwortlich zeichneten, darf für sich fraglos den Rang eines Meisterwerkes in Anspruch nehmen.

Die Sanierung des Quartier de l’Ile in Nantes gehört zu den größten europäischen Projekten urbaner Entwicklung. Architekten mit klingenden Namen von Dominique Perrault bis Nicolas Michelin widmen sich der komplexen Aufgabe, Wohnungsbau, Infrastruktur und Landschaftsgestaltung in Einklang zu bringen sind. Die Architekten der japanischen Agentur Sanaa, Katuyo Sejima und Ryue Nishiziwa, optierten beim Bau des neuen Musée du Louvre-Lens für eine Konstruktion aus Glas und Metall. Dabei verbergen sich hinter der vordergründigen Simplizität ausgefeilte Linienführung, intelligente Materialwahl und ausgeprägte Liebe zu Detail. Der Bau und seine landschaftliche Umgebung, die von der französischen Landschaftsarchitektin Catherine Mosbach gestaltet wird, harmonieren perfekt miteinander.

Im Süden Frankreichs erwacht das antike Theater von Orange mit einem Bühnendach aus Glas und Stahl zu neuem Leben. Die kühne Konstruktion des Architekten Didier Repellin wiegt dabei gerade einmal 200 Tonnen, rund die Hälfte weniger als eine vergleichbare Holzstruktur. Marseille gönnt sich anlässlich seines Status als „europäische Kulturhauptstadt 2013“ die Einweihung zahlreicher neuer Projekte, bei denen die Stars der internationalen Architektur ihre Visitenkarte abgeben: Rudy Ricciotti, Kengo Kuma, Stefano Boeri, Jean Nouvel, Frank Gehry, Massimiliano Fuksas… Das vielfältige architektonische Ensemble vollständig der Kultur gewidmeten Gebäude am Meeresufer kann ab 2013 allein schon den Grund für eine Reise nach Marseille-Provence bilden!

Die zweite Metropole des französischen Südens, Montpellier, bietet einen Stadt-Rundgang mit Audioguide zum Thema moderne Architektur an. Ausgangspunkt ist das Musée Fabre mit der weltweit
größten Sammlung von Werken Pierres Solanges. Der Weg führt zu Objekten nach Entwürfen von vier Pritzker-Preisträgern, Jean Nouvel, Christian de Portzamparc, Zaha Hadid und Richard Meier.