Hinweise für Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität

  • Flughafen Charles de Gaulle in Paris

    Flughafen Charles de Gaulle in Paris

    © Atout France - Michel Angot

  • Flugreisender am Flughafen Pau Pyrenäen

    Flugreisender am Flughafen Pau Pyrenäen

    © Aéroport Pau Pyrenées

Hinweise für Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität

Wie aufwendig die Planung einer Flugreise ist, hängt vor allem von der Art und der Schwere der Behinderung ab, aber auch von Start und Ziel der Reise sowie der jeweiligen Fluggesellschaft ab.  Dies liegt nicht zuletzt daran, dass trotz einer EU-Verordnung von 2006, die Regeln für die Beförderung von Menschen mit Behinderungen nicht in ganz Europa einheitlich geregelt sind. Verbindlich ist einzig die Regel zur Beförderungspflicht, die besagt, dass Airlines Behinderten nicht abweisen dürfen.

Erfahrungen in der Praxis

In der Praxis jedoch wird diese Regel leider nicht immer befolgt. Die Gründe für etwaige Verstöße sind vielfältig. So kann eine Fluggesellschaft die Beförderung von einem Rollstuhlfahrer verweigern, wenn es sicherheitstechnische Bedenken gibt. Dies gilt z.B. wenn aufgrund der geringen Größe des Flugzeugs der behinderte Fluggast nicht durch die Eingangstür oder durch den Flugzeuggang transportiert werden kann. Dies muss auch im Falle einer Evakuierung zügig gewährleistet sein. Allerdings muss eine solche Problematik bereits vor dem Kauf eines Flugtickets kommuniziert werden.

Allgemeine Hinweise für die Flugreise mit einem Handicap

Folgende Punkte sind allgemein, unabhängig von der Art der Behinderung, für die Betroffenen wichtig:

  • Ein Reisender mit Mobilitätseinschränkungen ist verpflichtet, mindestens 48 Stunden vor der angegebenen Abflugzeit sein Bedürfnis nach Unterstützung am Flughafen, der Fluggesellschaft oder dem Reiseanbieter zu melden.
  • Der Flughafen oder die Fluggesellschaft darf keine zusätzlichen Kosten in Rechnung stellen, die mit dem Transport eines mobilitätseingeschränkten Fluggastes verbunden sind.
  • Jeder Fluggast mit einer Mobilitätseinschränkung hat das Recht Unterstützung durch das Flughafenpersonal oder die Fluggesellschaft einzufordern: Diese beginnt mit der Ankunft am Flughafen über den gesamten Check-In-Prozess. Sie schließt selbstverständlich den Transport zum Flugzeug und bis zum vorreservierten Sitzplatz sowie die Entgegennahme des Gepäcks nach der Landung, als auch die Begleitung durch den Zollbereich bis hin zum Haupteingang des Ankunftszielflughafens, mit ein.
  • Fluggesellschaften und Flughäfen können verlangen, dass der Reisende sie über seine Behinderung und die individuellen Bedürfnisse informiert, so weit sie für die Abfertigung und den Transport des Betroffenen notwendig sind.
  • Gehen medizinische Geräte, Rollstühle oder andere Mobilitätshilfen während des Transports kaputt, ist der betroffene Fluggast verpflichtet, dies entweder dem Flughafen oder der Airline zu melden.
  • Ist ein mobilitätseingeschränkter Fluggast in Begleitung, kann diese von Seiten der Fluggesellschaft oder des Flughafens verpflichtet werden, dem behinderten Fluggast zu assistieren und während des gesamten Fluges jegliche Form der Hilfestellung zu leisten.
  • Fluggesellschaften dürfen den Transport von Begleithunden nicht verweigern, solange sie als diese gekennzeichnet sind und die vorgeschriebene Anmeldefrist eingehalten worden ist.
  • Fluggesellschaften können verlangen, dass mobilitätseingeschränkte Reisende sich bis spätestens zwei Stunden vor Abflug beim Check-In-Schalter melden.