Exotische Familienferien in den französischen Überseegebieten

  • Bassin des Aigrettes auf La Réunion

    Bassin des Aigrettes auf La Réunion

    © Atout France - Alizée Palomba

  • Junge am Strand von Saint François auf Guadeloupe

    Junge am Strand von Saint François auf Guadeloupe

    © Atout France - Eric Larrayadieu

  • Krater Formica Leo auf der Insel La Réunion

    Krater Formica Leo auf der Insel La Réunion

    © IRT - E. Virin

  • Tänzer auf Tahiti

    Tänzer auf Tahiti

    © Atout France - Aquashot

  • Pareo-Geschäft auf Tahiti

    Pareo-Geschäft auf Tahiti

    © Atout France - Aquashot

  • Strand von Guadeloupe

    Strand von Guadeloupe

    © Atout France - Richard Soberka

Exotische Familienferien in den französischen Überseegebieten

Das Glück eines Urlaubes auf den französischen „Trauminseln“ in Übersee lässt sich unbeschwert auch als Familie erleben! Sportliche und spielerische Aktivitäten richten sich ebenso gut an die mehr oder weniger Kleinen. In puncto Sicherheit gelten die gleichen Regeln wie im französischen Mutterland. So kann man sich entspannt den Erlebnissen in einer – zumeist tropischen – Natur hingeben, in der es keine spezifischen Risiken gibt.

 

Insel La Réunion

Beste Reisezeit: Mai bis November, zwar heißer und mit etwas weniger blühenden Pflanzen, dafür aber wettermäßig trockener und stabiler.

Pluspunkt: Nur geringer Zeitunterschied mit Frankreich. Es gibt also keinen Jet-Lag und der Nachwuchs kann im gewohnten Rhythmus nach Hause zurückkehren.

Badeurlaub

Die Strände an der Westküste von La Réunion zeichnen sich durch eine gute Wasserqualität und eine reiche Unterwasserwelt aus. Im Schutz der kleinen und nicht sehr tiefen Lagune reichen eine Maske und ein Schnorchel sowie eine fachkundige Begleitung aus, um Wimpel-Fische, Trompeten-Fische oder Clowns-Fische zu beobachten.

Zusätzliche Attraktionen: Besuch des Aquarium in St. Gilles, der Unterwasserweg von Hermitage oder das Zentrum für Seeschildkröten „Kelonia“ in Saint-Leu. Eine „Tauchtaufe“ ist ab dem Alter von sechs Jahren möglich. Kleine Boote für Nachwuchs-Skipper gibt es im Hafen von Saint-Gilles, dem Hauptbadeort der Insel.

Im Gebirge

Die drei mächtigen „Cirques“ von Salazie, Cilaos und Mafate (eingestürzte ehemalige Vulkane) sind die augenscheinlichsten Zeugnisse des vulkanischen Ursprungs von La Réunion. Die dortigen Wildbäche und Wasserfälle erlauben Baden und Wasserwandern in einer prachtvollen Vegetation. Diese Spots findet man hauptsächlich im Osten der Insel, etwa die „Cascade Niagara“, das „Bassin Boeuf, die „Anse des Cascades“, das „Bassin Bleu“ und viele andere mehr…

Ein Teil der Inseloberfläche wurde inzwischen als Nationalpark ausgewiesen. Der – vulkanischen –Geschichte ist das an den Flanken des überaus aktiven Vulkans Piton de la Fournaise installierte Museum gewidmet. Auch dessen Krater lässt sich auf einem gekennzeichneten – und nur dort! – Wanderweg besichtigen. Man nähert sich den spektakulären Fumarolen, allerdings nur dann, wenn gerade keine Eruption im Gange ist.

Und immer wieder locken reizvolle Touren. Etwa im Sattel vom Reitsportzentrum am Vulkan Maïdo aus.

Einen anderen Interessenschwerpunkt könnten die typischen Produkte der Insel bilden: das Geheimnis einer wertvollen Orchidee im Maison de la Vanille (Haus der Vanille) in Saint-André an der Ostküste; ein beim Curry (dem traditionellen Gericht) hochgeschätztes Gewürz im Maison du Curcuma (alias Safran Péi) in Saint-Joseph; die sagenhafte Historie des Zuckerrohrs und des Rums in der Distillerie de la Rivière du Mât in Saint-Benoit…

Unterkünfte

  • Das unlängst renovierte Grand Hotel du Lagon (in Saint-Gilles) bietet einen Mini-Club für Kinder von 3-12 Jahren an.
  • Im Katalog des Reisespezialisten „Tourinter – Passions des Îles“ findet sich eine Rubrik „Jamais sans ma Tribu“ (niemals ohne meine Familie) mit entsprechenden Hotels und Residenzen. 

Guadeloupe und sein Archipel

Beste Reisezeit: Mitte Februar bis Mitte August. In dieser sogenannten Periode des Carême (Trockenzeit) profitiert man von den sanften Ostpassat-Winden.

Pluspunkt: Eine enge Wasserstraße trennt die beiden Hauptinseln von Guadeloupe, Grande-Terre und Basse-Terre. Aus der Luft gesehen wirkt der Archipel wie ein riesiger Schmetterling. Diese Inseln, wie auch ihre kleinen „Schwestern“ Marie-Galante, la Désirade und die Saintes (Terre-de-Haut und Terre-de-Basse) formen ein reizvolles Mosaik unterschiedlicher Stimmungen.

Der Februar ist gleichbedeutend mit dem Beginn des kreolischen Karnevals und seinen bunten Kostümumzügen sowie Tänzen zu den Rhythmen von Biguine und Zouk.

Der Juni sieht, zum Ende der Zuckerrohrernte, den verblüffenden Wettstreit der „Boeufs Tirants“ (Zugochsen). Dabei zeigen jeweils zwei Tiere einen schwer beladenen Karren den Berghang hinauf. Dabei kommen jene Ochsen zu Ehren, die auch heute noch die Karren mit Zuckerrohr von der Plantage zur Destilliere ziehen.

Die Region rund um den Vulkan de la Soufrière ist als Nationalpark ausgewiesen. Teile des Meeres gehören zu marinen Naturschutzgebieten. Taucher und andere Wassersportler jedes Alters freuen sich über ein kristallklares Wasser.

Das Dorf mit Ferienresidenzen von Pierre et Vacances in Sainte-Anne bietet ein reiches Angebot an Service und Animationen, darunter ein Kinder-Club.

 

Martinique

Beste Reisezeit: Wie auf Guadeloupe die Trockenperiode von Mitte Februar bis August.

Pluspunkt: Eine exotische Bergwelt zeigt sich als ideales Revier für Touren zu Fuß oder mit dem Rad, etwa an den Flanken der Pitons Carbet, am Vulkan Montagne Pélée und anderen Gipfeln, die man hier „Mornes“ nennt. Gebirgsbäche mit weniger frostigen Temperaturen als in den europäischen Bergen versprechen zahlreiche und nicht zu anspruchsvolle Gelegenheiten zum Canyoning (eine geschulte Begleitung sollte allerdings schon sein!).

Kultur interessiert auch Kinder!

Zahlreiche Festungen erinnern daran, dass die Inseln in der Vergangenheit von der englischen und holländischen Marine sowie anderen Korsaren heftig umkämpft war. Der berühmte „Rocher du Diamant“ mit seiner Höhe von 175 Metern mitten in seiner Bucht diente als kühne Basis für erbitterte Seegefechte im 18. Jahrhundert.

Vor allem die Geschichten der Kolonialzeit und die Qualen der Sklaverei, das kreolische Erbe und die Bedeutung des Zuckerrohrs werden in der Landschaft und an den historischen Stätten wieder lebendig. Nicht zu vergessen die Epoche vor Ankunft von Columbus. Als die Antillen-Inseln von karibischen Indianern bevölkert waren. Deren Stammes-Häuptlinge, von den Konquistadors besiegt, stürzten sich der Legende nach von einem Felsen, der seither „Tombeau des Caraïbes“ (Grab der Caraïben) heißt. Noch heute erblickt man dort in der Nähe von Saint-Pierre Gravuren in den Felsen.

Ein anderes Ereignis markiert die größte Katastrophe, die je auf der Insel stattgefunden hat: die Eruption des Vulkans Montagne Pelée im Jahr 1902, bei der 26000 Menschen ums Leben kamen und die Stadt Saint-Pierre vollständig zerstört wurde. Die Chronik berichtet von nur drei Überlebenden, darunter ein Strafgefangener, dem seine solide Zelle das Leben rettete.

Die Ruinen des Château Dubuc im Herzen der zum Naturschutzgebiet erklärten Halbinsel von La Caravelle in der Nähe von Trinité erinnern an jene dunkle Epoche, in der beim „Dreieckshandel“ zwischen den Antillen, Europa und Afrika Sklaven gegen Handelsgüter eingetauscht wurden.

Die Zuckerrohr-Mühle, die von der Familie Jouan in Morne Bois (nahe Lorrain) betrieben wird, ist die letzte ihres Zeichens auf der Insel. Man fabriziert hier noch auf traditionelle Weise den Sirup für die Destillier-Batterien. Das Viertel „La Ferme“ in einem Feld bei Trois-Îlets zeigt das Martinique von einst. Cases (traditionelle Hütten) wie im Jahr 1900 werden in einem Park von zwei ha präsentiert. Am und im Teich finden zahlreiche tropische Blumen ihren Standort: Papageienschnabel, Porzellan-Rose, Alpinia und viele andere mehr. In den Gärten kultiviert man auf herkömmliche Art lokale Pflanzen (Yamswurzel, Süßkartoffeln, Maniok, Piment, Guajaven, Bananen) und Heilkräuter. Ähnliches bietet das Viertel von Morne Carrière (zwischen Vauclin und Le François) mit seinen „Cases Paysannes“ (Bauernhütten), seiner Maniokmühle und dem Arboretum.

Unterkünfte

Das Feriendorf von Pierres et Vacances mit seinen Residenzen in Saint-Luce verfügt über einen Kinder-Club. Außerdem bietet es, wie dasjenige auf Guadeloupe, in einer Kooperation mit der Luftfahrtgesellschaft Corsairfly, 50% Ermäßigung auf Tickets für Kinder und eine Erweiterung auf 40 kg Gepäck pro Person!

 

Saint-Martin

Neben den Traumstränden und den eleganten Villen von Marigot, der Hauptstadt, finden Kinder eine Reihe von Attraktionen, wie die Schmetterlingsfarm oder einen Abenteuerpark mit Tarzan-Parcours „Lottery Farm“.

 

Französisch-Guyana

Beste Reisezeit: die regenärmere Periode zwischen Juli bis März

Pluspunkte: reizvolle Kontraste zwischen der Hightech-Welt des Raumfahrtzentrums von Kourou und der üppigen und geheimnisvollen Natur. Dabei durchstreift man hier den Urwald Amazoniens bequem und gefahrlos mit Pirogen auf den zahlreichen Flüssen und übernachtet in „Carbets“ (Zelte oder Hütten). Hier ist der Dschungel keine „grüne Hölle“ sondern ein faszinierendes Universum, das man mit einem umweltschonenden und respektvollen Tourismus erkundet. Und die Tiere, die Unannehmlichkeiten? Vogelspinnen und Schlangen sind scheu und selten. Und die Mücken sind sehr viel weniger lästig als man denkt (nur abends sollte man sich ein wenig schützen). Der Urwald steht als Nationalpark und regionaler Naturpark inzwischen gleich doppelt unter Schutz. Was die Küste angeht, auch dort finden sich zahlreiche Highlights.

Beispiel für einen Aufenthalt „Waldabenteuer und Erkundung der Küste“: 2-3 Tage im Urwald an den Ufern von Kourou, Approuague oder Inini.

Die Anreise erfolgt mit dem Auto oder Flugzeug. Danach schifft man sich auf einer Piroge ein und erreicht sein „Hotel unterm Sternenhimmel“ mitten im Wald. Man hat die Wahl zwischen einem Bett oder der Hängematte. Programm: Wanderungen auf einem botanischen Weg, Kurse im Bogenschießen und sogar Baden! Nach der Rückkehr an die Küste entdeckt man die Salut-Inseln (bekannt für das ehemalige Straflager), das Reservat der Riesenschildkröten und die eindrucksvolle „Show“ der flammroten Ibisse bei ihrem Flug über die nahen Sümpfe von Sinnamary…

Zoo von Macouria

Dieser neue zoologische Garten beherbergt auf 65 ha Fläche rund 70 endemische Tierarten, die hier praktisch in ihrem natürlichen Milieu leben. Große und kleine Besucher können mehr als 450 Tiere bestaunen, vom putzigen Neuwelt-Affen bis zum muskelstrotzenden Tapir.

Schwimmende Eco-Lodge inmitten der Kaw-Sümpfe

Ein Carbet (Holzhütte) auf einer großen Barke ermöglicht es, mitten im Feuchtwald zu übernachten, auf urtümliche Art aber dennoch mit allem Komfort und dem absoluten Gefühl von Sicherheit. Eine „sanfte“ Annährung an die Natur der Amazonasregion, die man mit der ganzen Familie unternehmen kann.

 

Neukaledonien

Beste Reisezeit: April bis Dezember mit nahezu 100% Sonnengarantie.

Pluspunkt: eine Natur von unendlichem Reichtum. Ein 1600 km langes Korallenriff bildet die zweitgrößte Lagune der Welt. Diese gehört inzwischen zum Weltnaturerbe der UNESCO. Mit ihren Vorkommen an Korallen bildet sie einen unerlässlichen Baustein des Lebens im Meer, das heute mehr denn je gefährdet ist. In der Umgebung der Grande Île und ihren Schwesterinseln erlauben Schiffsturns und Tauchgänge (streng reglementiert) einen „respektvollen“ Zugang zu diesen natürlichen Schätzen. Gesicherte und geschützte Ankerplätze laden zu einem ökologisch geprägten maritimen Tourismus mit der ganzen Familie…

Neukaledonien ist ein Tauch- und Schnorchel-Paradies mit internationalem Renommee, das auch für Kinder zugänglich ist. Maske und Schnorchel reichen, um von der Wasseroberfläche aus eine der 2000 verschiedenen Fischarten zu bestaunen. Diese Leben im Riff, manchmal in nur zwei Metern Tiefe. Mancherorts sind Unterwasserparcours eingerichtet, die von einer Bucht zur nächsten führen.

 

Französisch-Polynesien

Beste Reisezeit: Mitte April bis Mitte Oktober zur Zeit der sanften Passatwinde.

Pluspunkte: Von den „Inseln über dem Wind“ (wie Moorea und Tahiti) zu den „Inseln unter dem Wind“ (wie Bora Bora), von gebirgigen Inseln mit kühnen, bewaldeten Vulkanen (wie Tahaa) bis zu den Atollen (einstiger Krater an der Meeresoberfläche, wie Manuae), von den Gesellschafts-Inseln zum Tuamozu-Archipel… Französisch-Polynesien besteht praktisch ausschließlich aus exotischen Trauminseln,  die auf einer Fläche von der Größe Europas im Pazifik verstreut liegen.

Dabei beschränken sich diese Destinationen bei weitem nicht auf das Genre „Paradies für Hochzeitsreisen“. Auch Kinder haben dieses Erlebnis verdient! Für sie werden die nautischen Aktivitäten in einer einzigartigen Natur zum unvergesslichen Erlebnis!

 

Gut zu wissen:

  • Die Destinationen im „Frankreich der drei Ozeane“ zeichnen sich durch hohe Sicherheit aus. Man hat dort keine größeren sanitären Probleme zu erwarten. Es sind keine speziellen Impfungen erforderlich (außer Gelbfieber für Guyana). Malaria kommt nicht vor. Giftige Lebewesen sind eher unsichtbar oder fehlen ganz (La Réunion). Was die Verbreitung von Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber durch Mücken angeht, so ist diese durch effiziente Vorsichtsmaßnahmen begrenzt.
  • Normen von Hotels und Feriendörfern entsprechen denen im französischen Mutterland (Trinkwasser aus dem Hahn, usw.)
  • In Sachen Klima sollte man die angegebenen Reisezeiten bevorzugen, wenn Wind für Kühlung sorgt und Regen selten ist. Kurzum: exotischer Traumurlaub ohne Probleme!