Die richtige Weinlagerung

  • Erst die richtige Lagerung lässt einen Wein richtig gut werden. Dafür benötigen Sie auch keinen Profiweinkeller sondern müssen lediglich ein paar Tricks kennen.

    Erst die richtige Lagerung lässt einen Wein richtig gut werden. Dafür benötigen Sie auch keinen Profiweinkeller sondern müssen lediglich ein paar Tricks kennen.

    © Atout France - Cédric Helsly

Die richtige Weinlagerung

Sie kaufen einen Wein und der Hersteller oder Verkäufer rät Ihnen, ihn einige Jahre zu lagern bevor Sie ihn trinken. Warum ?
Mit dem Alter entwickeln sich Weine mit guter Konsistenz und ihre Aromen verändern sich. Um in Ruhe zu altern muss der Wein der Zeit etwas entgegensetzen: einen guten Säuregrad, einen hohen Gerbsäureanteil (bei Rotweinen) und einen ausreichenden Alkoholgrad, um dem Ganzen Substanz zu verleihen. Mit der Zeit werden diese verschiedenen Bestandteile miteinander verschmelzen und eine schöne Harmonie hervorbringen, ebenso wie eine ausgeglichene und samtweiche Textur.

Die Entwicklung des Weins basiert ebenfalls auf Aromen. Die Aromen der jungen Weine, die Aromen frischer Früchte, entwickeln sich nach und nach zur Aromenvielfalt  reifer Früchte und sogar Fruchtkonfitüre, während weitere Noten hervortreten, um dem Wein eine Zartheit und Tiefe zu verleihen: Aromen von getrockneten Blumen, seltene Holzessenzen, animalische Ledernoten, pflanzliche Unterholznoten.

Lagerungskriterien

Nachstehend einige Lagerungskriterien, die auch für Weinliebhaber ohne Profi-Weinkeller machbar sind:

  • Dunkelheit: Auf natürliches oder künstliches Licht sollte man verzichten, es verändert die Qualität des Weins, erwärmt ihn und beschleunigt seine Alterung. Nach diesem Prinzip werden übrigens oft Weine in dunkelgrüne Flaschen abgefüllt.
  • Kühle und konstante Temperatur: Um die 11 oder 12 °C für eine lange Lagerung der Weine (10 Jahre und mehr). Große Temperaturunterschiede schaden dem Wein, deshalb Wein niemals Wein in der Küche lagern.
  • Horizontale Lagerung: Die Flaschen immer horizontal lagern, damit der Wein permanent den Korken befeuchtet. Das verhindert die vorzeitige Alterung des Weins.
  • Luftfeuchtigkeit 75%: Die Feuchtigkeit verhindert die Verhärtung des Flaschenverschlusses aus Kork. Durch die Verhärtung würde zu viel Luft in die Flasche eindringen, die den Wein oxidieren lässt. Wenn die Luft in Ihrem Weinkeller· zu trocken ist, bietet es sich an, ein Wasserbecken aufstellen. Gegen zu feuchte Luft hingegen kann die Verwendung von saugfähigen Kies helfen.
  • Keine Vibrationen: Vibrationen schädigen den Wein indem sie seine komplexen Moleküle zerstören.
  • Geringe Belüftung: Zuviel Belüftung in einem Weinkeller kann den Wein schädigen und ihn vorzeitig oxidieren lassen.
  • Keine Gerüche: Niemals die Flaschen in Kartons stehen lassen, denn sie geben unangenehmen Geruch an die Weine ab. Bevorzugen Sie Holzkisten oder Regale.