Die Natur in der Bretagne

  • Felsen beim Pointe du Raz, im Hintergrund der Leuchtturm der Insel Sein

    Felsen beim Pointe du Raz, im Hintergrund der Leuchtturm der Insel Sein

    © Atout France - Louis Frédéric Dunal

  • Beg and Fry Point in der Bretagne

    Beg and Fry Point in der Bretagne

    © Atout France - Fabrice Milochau

  • Strand von Gaos Laorn

    Strand von Gaos Laorn

    © Atout France - Fabrice Milochau

  • Leuchtturm Mean Ruz an der Granitküste

    Leuchtturm Mean Ruz an der Granitküste

    © Atout France - Franck Charel

Die Natur in der Bretagne Rennes fr

Die Landschaft

Stolz in den Himmel ragende Klippen und schroffe Felsen prägen die allgemeine Vorstellung von der Bretagne. Und das nicht zu Unrecht, denn die Klippen sind teilweise bis 100m hoch wie am Cap de la Chèvre, der Pointe du Raz oder am Cap Fréhel. Fast 3.000 km lang sind die bretonischen Küsten, ein Fünftel davon steht unter Naturschutz, und insgesamt 800 Inseln zählt die Bretagne. Viele davon liegen im Golf von Morbihan, der fast ein kleines Meer für sich ist und dessen weiße Sandstrände einen Kontrast zur rauen Landschaft der Steilküsten bilden.

Im Landesinneren schützt der regionale Naturpark Armorica die vielfältige Natur der Bretagne von den Heidelandschaften der Monts d'Arrée, in denen Flüsse entspringen, bis zu den Inseln Ouessant, Sein und der Halbinsel Crozon. Der regionale Naturpark Brière, auf der Halbinsel von Guérande gelegen, entführt in ein Mosaik aus Kanälen, Teichen, Feuchtwiesen und Auwäldern. Der 700 Hektar große Wald von Brocéliande bei Paimpont ist Schauplatz der Sage um König Artus und Merlin, dem Zauberer.

Wanderungen

Mehr als 2.500 km ausgeschilderte Wanderwege, darunter allein 1.300 km Küstenwege wie der ehemalige Zöllnerpfad GR34 ("Sentier des Douaniers"), Treidelwege oder Feldwege im Landesinneren der Bretagne führen durch die verschiedenen, geschützten Landschaften. GR-Fernwanderwege durchziehen die Bretagne von Nord nach Süd und Ost nach West und sind weiß und rot markiert. Die Landwanderwege "GR de pays" sind gelb und rot markiert und als Rundwege angelegt, wie die Route im Wald von Brocéliande. Kürzere Spaziergänge von 1 bis 6 Stunden bieten die PR-Wege der Bretagne, diese sind mit einem gelben Strich gekennzeichnet.

Reitwanderwege

Für Pferdenarren hält die Bretagne neben ihren vielen herrlichen Sandstränden ein gut ausgeschildertes Reitwegenetz (2.000 km) parat. Auf der Route "Equibreiz" kann sich der Reiter ganz leicht an Hand von orangefarbenen Plastikmarkierungen orientieren. Zahlreiche Reitvereine bieten Ausritte am Meer oder ins Landesinnere an.

Radtouren

Acht grüne Routen, die so genannten "Voies vertes" durchziehen auf 800 km die Bretagne. Ein bezaubernder, für Familien geeigneter Radweg ("Grüner Weg") erstreckt sich über 17 km längs des Flüßchens Rance, das bei St. Malo und Dinan ins Meer mündet. Im Süden führt ein "grüner" Radweg zwischen Mauron-Questembert und dem Pays de Vannes durch das sattgrüne Oust-Tal bis zur Halbinsel Rhyuis. Auch die bretonischen, autofreien Inseln sind ein wahres Paradies für Radfahrer. Seit 2015 können Radfahrer entlang der 1.200 km langen Fahrradroute "Tour de Manche" (Ärmelkanal-Tour) beide Seiten des Ärmelkanals entdecken. In den Städten führen Radwege den Radtouristen zu den historischen Sehenswürdigkeiten. Viele bretonische Städte wie Rennes, Brest, Lorient oder Quimper geben dem Fahrrad im Stadtverkehr den Vorzug.

Auf Mountainbiker aller Altersgruppen und jeden Niveaus warten zahlreiche MTB-Strecken und 11 Bikeparks an der Küste und im Hinterland.

Wasserwege

In der südlichen Bretagne bietet u.a. der Kanal von Nantes nach Brest angenehmen (und führerscheinfreien!) Flusstourismus. Aber auch auf dem Canal d'Ille et Rance und auf der Vilaine, die den Ärmelkanal mit dem Atlantik verbinden, oder dem Blavet kann man mit seinem Hausboot schippern.

Natürlich bietet auch die Küste der Bretagne hervorragende Bedingungen für jegliche Art von Wassersport. An jedem Küstenabschnitt gibt es zahlreiche Wassersportzentren, die Aktivitäten wie Wellenreiten, Windsurfen, Kitesurfen, Segeln, Strandsegeln u.v.m. anbieten. Auch in neue Sportarten, wie das Stand-Up-Paddling kann man sich einführen lassen.

Gastronomie und regionale Spezialitäten

Das Meer hat großen Anteil an bretonischen Geschmackrichtungen und Ressourcen: Fisch, Schalentiere und sogar Seetang! Nori, Kombu, Wakame: Einige Varietäten sind in verschiedenen Rezepten der hohen Gastronomie äußerst beliebt. Doch die landwirtschaftliche Bretagne steht nicht zurück in kulinarischen Traditionen: Buchweizenpfannkuchen (bzw. "Crêpe") und typische Landesprodukte wie Coco-Bohnen (PDO) aus Paimpol, Artischocken aus dem "Pays de Leon" (rund um Roscoff) sowie der wertvolle (aber seltene!) Honig schwarzer Bienen von der Insel Île d'Ouessant. Diese Süßigkeit ist wegen der Abgeschiedenheit der Insel 100% biologisch.