Die Epochen der französischen Geschichte

  • Pont du Gard

    Pont du Gard

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  • Cité des Sciences et de l'Industrie in Paris

    Cité des Sciences et de l'Industrie in Paris

    © Atout France - Hervé Le Gac

  • Schloss Fontainebleau

    Schloss Fontainebleau

    © Atout France - R-Cast

  • Memorial von Caën

    Memorial von Caën

    © CDT Calvados

  • MuCeM in Marseille

    MuCeM in Marseille

    © Atout France - Cédric Helsly - Architekt Rudy Ricciotti

Die Epochen der französischen Geschichte

Frankreich hat eine reiche Geschichte, die mit dem Steinzeitmenschen beginnt, und zeichnet sich durch Tausende von historischen Stätten aus. Machen Sie sich im Loiretal auf die Spuren der Renaissance-Maler, der Gegner der beiden Weltkriege, oder beamen Sie sich in die Zukunft.

Prähistorische Höhlen und gallo-romanische Stätten

Sie sammeln Fossilien und wollen mehr über den Cro-Magnon-Menschen erfahren? Die prähistorischen Stätten Frankreichs, die seit dem 19. Jahrhundert aktiv erforscht werden, laden zu einer unvergesslichen Zeitreise ein. Von der Lascaux-Höhle im Vézère-Tal in der Dordogne (Unesco-Welterbe) bis zur Höhle Chauvet-Pont d’Arc in der Ardèche entführen Sie Malereien und Inschriften auf den Spuren unserer Vorfahren zu den Anfängen der Zivilisation.

Antike

Sie ziehen die Antike vor? Frankreich hat ebenso bedeutende Zeugnisse zu bieten, die an die Größe des Römischen Reiches erinnern: Bewundern Sie den Pont du Gard, das höchste römische Aquädukt der Welt (Unesco-Welterbe), besuchen Sie eine Feria in der Arena von Arles, oder tauchen Sie in der Maison Carrée in Nîmes in die heroische Vergangenheit einer tausendjährigen Stadt ein.

Vom Feudalismus des Mittelalters bis zur absolutistischen Monarchie des 17. Jahrhunderts

Der Untergang des Römischen Reiches läutet das Mittelalter und, mit der Thronbesteigung von Clovis, dessen Gebeine in der Basilika Saint-Denis ruhen, die Herrschaft der Franken ein. Während die Ritter zu Kreuzzügen aufbrechen, begeben sich die Pilger nach Santiago de Compostela. An den Pilgerwegen liegen zahllose von der Unesco ausgezeichnete Stätten. Mittelalterliche Städte und Festungen prosperieren überall in Frankreich – so zum Beispiel die Cité Plantagenêt in Mans, die Schlösser von Coucy und Pierrefonds in der Picardie oder auch Schloss und Festung von Carcassonne (Unesco-Welterbe).

Im Lauf des Hundertjährigen Krieges (1337 bis 1453) verlieren die Festungen ihre Bedeutung als Verteidigungsanlagen. Es ist die Epoche der Renaissance, die von der Entdeckung Amerikas und der Erfindung der Schrift geprägt wird. François I. nimmt den Hof ins Loiretal mit, wo die Schlösser von Chambord, Azay-le- Rideau oder auch Amboise von der Erneuerung der Künste und Kultur zeugen. Unter Louis XIV. erreicht die absolutistische Monarchie ihren Höhepunkt. Von seinem Schloss in Versailles aus befiehlt der Sonnenkönig dem Architekten Vauban, Festungen zu errichten, die die Grenzen des Königsreichs sichern. Diese Festungen (Zitadellen von Besançon und Blaye, Festungen von Longwy oder Mont-Dauphin,…) gehören zum Unesco-Welterbe der Menschheit.

Vom Ersten zum Zweiten Kaiserreich

Der Beginn des 19. Jahrhunderts ist von den Siegen Napoleon I. geprägt, die der Arc de Triomphe am oberen Ende der Champs-Elysées symbolisiert. In Paris befindet sich auch das Grab des Kaisers, und zwar im Invalidendom. Von 1852 bis 1870 regiert sein Neffe über Frankreich. Während die Kaiserin Eugénie im Schloss von Fontainebleau ihr chinesisches Museum einweiht und dem Charme des Baskenlands und der Stadt Biarritz verfällt, befiehlt Napoleon III. Baron Haussmann, Paris in eine moderne Stadt zu verwandeln.

Die Weltkriege des 20. Jahrhunderts

Sowohl der Weltkrieg von 1914 bis 1918 als auch der von 1939 bis 1945 hat sich insbesondere auf französischem Boden abgespielt. Von der Gedenkstätte von Caen über das Memorial Charles de Gaulle in Colombey-les-Deux-Eglises bis zum Circuit du Souvenir in Departement Somme stellen die Überbleibsel der Schlachtfelder, die Militärfriedhöfe und Gedenkstätten Wege dar, die dazu dienen, dass jene schmerzhaften Jahre nicht vergessen werden.

21. Jahrhundert: Modernität und Futurismus

Das dritte Jahrtausend ist eindeutig der Zukunft zugewandt. In der Cité des Sciences et de l’Industrie in Paris kann man die Epoche des technischen Fortschritts verfolgen, in der Cité de l’Espace in Toulouse die Eroberung des Weltraums nachvollziehen und mit den Wissenschaftlern des Pic du Midi in den Pyrenäen die Sterne beobachten. Die schönsten französischen Denkmäler werden nun mit Hilfe von 3-D-Projektionen ins rechte Licht gesetzt, so zum Beispiel in Lyon bei der Fête des Lumières, dem Lichterfest. Und was die moderne Architektur betrifft: Sie kommt hier und da in ganz Frankreich im Bau großer Gebäude und Monumente zum Ausdruck. Dazu gehören das das von den Architekten des japanischen Büros Sanaa entworfene Museum Louvre-Lens, das Musée des civilisations de l'Europe et de la Méditerranée (MuCEM), das 2013 in Marseille eröffnet wurde, oder auch die zukünftige Cité des Civilisations du Vin in Bordeaux.

Drei Staatspräsidenten haben bisher die französische Geschichte des 21. Jahrtausends geprägt: Jacques Chirac von der konservativen Partei „Union pour un mouvemenet populaire“ (UMP) war bis 2007 an der Regierung. Abgelöst wurde er von Nicolas Sarkozy (ebenfalls UMP), der bei der Präsidentschaftswahl 2012 seinem Herausforderer François Hollande von der Parti Socialiste (PS) unterlag.