Der Dreikönigstag und die Mariä Lichtmess

  • Die Galette des Rois

    Die Galette des Rois

    © Atout France - Phovoir

Der Dreikönigstag und die Mariä Lichtmess

Epiphania und die Heiligen Drei Könige

Mit Epiphania endet die Weihnachtszeit. Es wird am 6. Januar gefeiert und ist der Tag, an dem das Jesuskind den Heiligen Drei Königen vorgestellt wird. Es ist auch der Tag des ersten Wunders der Hochzeit zu Kana und vor allem natürlich der Tag der Taufe von Christus. Seit dem 5. Jahrhundert hat die Kirche diesem Ereignis, das noch heute an vielen Orten der Welt gefeiert wird, eine besondere Bedeutung zugemessen.

Traditionell hat man an Epiphania bzw. dem Dreikönigstag die Gelegenheit, „den König zu ziehen“: eine in den Königskuchen ("Galette des Rois") eingebackene Porzellanfigur. Derjenige, der die versteckte Figur erhält, ist einen Tag lang König und muss den nächsten Kuchen kaufen.

Dieser Brauch hat seinen Ursprung wohl im alten Rom. Die Römer benutzten Saubohnen („fèves“) als Stimmzettel, um ihren Festkönig während dieser Feierlichkeiten zu wählen. Die Saubohnen wurden ab 1870 durch Porzellanfiguren ersetzt. Früher wollte es der Brauch, dass man die Torte in ein Stück mehr als Gäste unterteilte. Dieses zusätzliche Stück wurde „Stück des guten Gottes“, „Stück der Jungfrau“ oder „Stück der Armen“ genannt und sollte dem ersten Bettler, der an die Tür klopfte, gegeben werden.

Es gibt zwei Arten von Galette: die „Galette feuilletée“ (Blätterteig)
und die „Galette provençale“, die aus einem Hefeteig hergestellt und mit
kandierten Früchten dekoriert wird.

Leckeres und einfaches Rezept für eine traditionelle „Galette des Rois“

Zutaten:

Teig:

  • 2 Packungen Blätterteig

Mandelcremefüllung:

  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 100 ml Crème fraîche
  • 130 g gemahlene Mandeln
  • 1 EL Maisstärke
  • eine Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1 EL Amaretto oder Rum oder alternativ 1 Fläschchen Bittermandelaroma
  • 1 Fève (kleine feuerfeste Figur, Münze o. Ä.)

Glasur:

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch
  • 1 EL Puderzucker
  • 1 EL heißes Wasser

Zubereitung:

  1. Butter und Zucker auf höchster Stufe mit einem Handrührgerät schaumig schlagen. Anschließend Crème fraîche hinzugeben. In einer separaten Schüssel gemahlene Mandeln, Maisstärke und Salz vermengen und zur bereits aufgeschlagenen Butter-Zucker-Crème fraîche-Mischung geben. Die beiden Eier sowie Amaretto, Rum oder Bittermandelaroma hinzufügen, gut durchmischen und Cremefüllung sodann mindestens eine Stunde abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
  2. Mithilfe eines Springformbodens oder Tellers (Ø=28 cm) einen runden Kreis aus dem Blätterteig schneiden und die Mandelcremefüllung darauf verteilen. Dabei einen zwei cm breiten Rand freilassen. Eigelb und Milch verrühren und den freien Rand mit einem Teil davon einpinseln.
  3. Aus dem zweiten Blätterteig einen zweiten, etwas größeren Kreis (Ø=30 cm) ausschneiden und diesen über die Mandelcremefüllung legen. Ränder leicht festdrücken. Zur Verzierung können der Rand leicht gewellt und die obere Blätterteigplatte mit einem Messerrücken leicht eingeritzt werden (nicht zu tief!).
  4. Mit einem Holzstäbchen fünf kleine Löcher in die Galette stechen und diesen mit der restlichen Eigelbmischung einpinseln. Für etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen und anschließend im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 ˚C etwa 30 Minuten backen. Abschließend Puderzucker und heißes Wasser verrühren und die noch warme Galette damit einpinseln.

Guten Appetit!

Mariä Lichtmess

Am 2. Februar endet die Weihnachtszeit und die Weihnachtskrippe wird abgebaut. Gemäß der Liturgie ist Mariä Lichtmess ein Fest der Reinigung der Jungfrau Maria. Seit dem Altertum wird der Monat Februar (vom lateinischen Verb „februare“ = läutern, reinigen) mit dem „neuen Feuer“ verbunden, die Periode der Reinigung der Natur, die sich auf das Ende des Winters vorbereitet.