Der „Art Déco“-Stil in den Museen

  • Hall des Huit Colonnes in das Museum der Luft- und Raumfahrt, Le Bourget

    Hall des Huit Colonnes in das Museum der Luft- und Raumfahrt, Le Bourget

    © Musée de l'Air et de l'Espace / A. Fernandes

  • Museum der 30er Jahre von Boulogne-Billancourt

    Museum der 30er Jahre von Boulogne-Billancourt

    © Musées de la Ville de Boulogne-Billancourt - Philippe Fuzeau

Der „Art Déco“-Stil in den Museen 75001 Paris fr

Der „Art Déco“-Stil ist vor allem für seinen Einfluss auf die Architektur weltweit bekannt. Doch diese künstlerische Bewegung hat auch die Mode, Möbel, Artefakten usw. geprägt. So finden Sie in den Museen in Paris und in der Ile-de-France prächtige Objekte dieser Stilrichtung. 

Der „Art Déco“-Stil war von jeher eine Bewegung, die die breite Allgemeinheit fasziniert hat. Dieser Stil, der oftmals mit seinem Vorgänger, dem „Art Nouveau“, verwechselt wird,  ist das Thema zahlreicher Ausstellungen. Die bedeutendsten Künstler dieser Epoche sind meist in den Museen der französischen Hauptstadt ausgestellt. Zu nennen sind die Maler Tamara de Lempicka und Amédée Ozenfant, der Bildhauer und Kupferschmied Jean Dunand, der Kunstlackierer Gaston Suisse, der Dekorateur Jacques-Émile Ruhlmann, der Kunstschreiner Pierre Legrain und der Designer Pierre Chareau. Die Werke dieser Künstler und vieler anderer sind in diversen speziellen Museen ausgestellt. 

In Paris ist zweifelsohne die Sammlung des Museums der dekorativen Künste die reichhaltigste auf diesem Gebiet. Dieses prächtige Museum in der Rue de Rivoli beherbergt tatsächlich eine der bedeutendsten Sammlungen der dekorativen Künste auf der ganzen Welt, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die einzelnen Abteilungen des Museums zeigen rund 150.000 Werke, wie Objekte der Graphikkunst, Schmuck, Spielzeuge, Keramiken, Mobiliar usw. Was den „Art Déco“ betrifft, so finden Sie auf dem Rundgang durch ein rekonstruiertes Interieur in diesem Stil unter anderem den prächtigen Paravent Les Cagnas von Jean Dunand, einen Sessel von Pierre Legrain, eine Kommode von André Groult oder eine Coiffeuse von Eileen Gray.

Auch das Musée d’Orsay verfügt über eine beeindruckende Sammlung. Sie wurde aus Sammlungen aus dem Musée du Luxembourg, dem Musée du Louvre und dem Palais de Tokyo zusammengestellt wurde, bietet einen stets umfassenderen Gesamtüberblick über den Bereich der dekorativen Künste der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

In der Region der Île-de-France können Sie das Museum der 30er Jahre von Boulogne-Billancourt besuchen. Dieses Museum bietet eine wahre Fülle von Schätzen der dekorativen Künste, Malereien, Bildhauerarbeiten, Zeichnungen, Poster, Modelle der Architektur von Wohngebäuden der 30er Jahre, „Art Déco“-Möbelstücke usw.. Dieses im Jahre 1939 gegründete städtische Museum, die bedeutendste Sammlung der Welt, die dem künstlerischen Schaffen der Epoche zwischen den beiden Weltkriegen gewidmet ist, bietet auch einen Rundgang durch die Stadt an, auf dem Sie die architektonischen Werke von Le Corbusier, Lurçat und Mallet-Stevens entdecken können. In dieser Sammlung sind sehr zahlreiche Künstler vertreten, von Paul Landowski bis hin zu Jan und Joël Martel, aber auch Tamara de Lempicka und Jacques-Émile Ruhlmann.

Und schließlich liegt im Museum der Luft- und Raumfahrt noch ein Schatz verborgen, nämlich der Saal der acht Säulen. Dieses ist ein wahrhaftes architektonisches Meisterwerk des „Art Déco“: Dieser vor kurzem renovierte Raum bildet das Zentrum des „Aérogare“, des bedeutendsten Raumfahrtmuseums in ganz Frankreich und eines der größten auf der ganzen Welt. 

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