Das Design in Frankreich

  • Blick auf das Centre Pomidou

    Blick auf das Centre Pomidou

    © Centre Pompidou

  • Docks - Der Mode- und Designtempel in Paris

    Docks - Der Mode- und Designtempel in Paris

    © Atout France - Phovoir

  • France 2012 - Paris

    France 2012 - Paris

    © Atout France - Cédric Helsly

Das Design in Frankreich fr

Eine Ausstellung besuchen, die ästhetische und funktionelle Gegenstände in Szene setzt, Ausnahmewerke in zeitgenössischen Museen bewundern, in einem Hotelzimmer schlafen, das ein berühmter Designer konzipiert hat, oder, umgeben von außergewöhnlichen Gegenständen, in einem Restaurant zu Abend speisen… überall in Frankreich können die Anhänger des Designs ihre Leidenschaft stillen.

Museen, Stätten und Veranstaltungen im Zeichen des Designs

Überall in Frankreich gibt es Orte und Veranstaltungen, die die Welt des Designs in Szene setzen. Treten Sie in Paris ins Docks ein – einen Mode- und Designtempel, der sich in einem ultramodernen Gebäude zwischen der Gare d’Austerlitz und der Bibliothèque François Mitterrand befindet, oder entdecken Sie das Musée des Arts Décoratifs mit seinen zahlreichen den Möbeln und Gebrauchsgegenständen von heute gewidmeten Sälen.

Besuchen Sie im Oktober den Design-Flohmarkt auf der Place des Vins de France im Geschäftszentrum Bercy Village – ein echtes Freilicht Designmuseum.

Mit dem TGV erreichen Sie in weniger als drei Stunden die Stadt Saint-Etienne in der Nähe von Lyon. Seitdem sie zum Unesco-Netzwerk kreativer Städte gehört, ist sie ein absolutes Muss.

Fahren Sie weiter nach Süden, um an der Design-Parade teilzunehmen – einem internationalen Design-Festival, das vom Kunstzentrum Villa Noailles in Hyères organisiert wird. Mit einem Wettbewerb für junge Designer als Höhepunkt, ermöglicht es diese innovative Plattform dem Publikum, in einem einzigartigen Rahmen schöpferische Menschen zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

Französische Designer stehen hoch im Kurs. Jean Prouvé, Charlotte Perriand, Le Corbusier… Im Kielwasser ihrer berühmten Vorgänger sind die französischen Designer der Gegenwart weit über die französischen Grenzen hinaus bekannt. Der berühmteste unter ihnen ist zweifellos Philippe Starck, der vor allem für sein Konzept des „demokratischen Designs“ bekannt ist.

Isabelle Stanislas, die in der Agentur So-An mit Leiko Oshima zusammenarbeitet, liebt es ihrerseits, in ihren Projekten mit groben Materialien zu arbeiten. Von ihr stammt vor allem die Dekoration der Geschäfte Zadig & Voltaire auf den Champs-Elysées, wo Beton, Marmor und offenliegende Schläuche einen industriellen Stil schaffen.

Der Innenarchitekt und Designer Christian Liaigre bevorzugt dagegen auf kunsthandwerklicher Basis hergestellte Möbel. Sein berühmter Nagato-Schemel aus Holz gehört zu den Klassikern des französischen Designs.

Ein anderer französischer Designer ist Verfechter der Medienkunst: Ora Ïto hat das Konzept der „simplexité“ („komplizierte Einfachheit“ oder „einfache Kompliziertheit“) erfunden – die Kunst, einem Gegenstand mit vielfältigen Funktionen eine scheinbare Einfachheit zu verleihen. Ora Ïto, der aus Marseille stammt, hat das Dach der Cité Radieuse von Le Corbusier in Beschlag genommen und dort ein Kunstzentrum eingerichtet: Hotels, Restaurants, Kino: das Design des Alltäglichen.

Von Paris bis Marseille und von Lyon bis Bordeaux hat Philippe Starck seine Spuren hinterlassen – ebenso wie in der Renovierung der Restaurants La Co(o)rniche an der Bucht von Arcachon und A’Trego am Cap d’Ail an der Côte d’Azur. Starck ist weltweit einer der bekanntesten Vertreter des Neuen Designs. Spektakuläre Inneneinrichtungen entwirft er ebenso wie einfache Gebrauchsgegenstände. Seine Karriere machte einen großen Sprung nach vorne, als er 1982 die Privaträume des damaligen Staatspräsidenten François Mitterrand im Elysée-Palast gestaltete. Vor allem in den USA und in Japan avancierte er in den 1980er-Jahren zum Stardesigner.

Wieder zurück in Paris ist es praktisch unmöglich, sich nicht an einen Ort zu begeben, den die berühmte Designerin Andrée Putman geprägt hat. Ihr puristischer und eleganter Stil war in Frankreich und im Ausland renommiert. Essen Sie im Restaurant des Hotels Pershing Hall in Paris zu Mittag, das sich am Fuß einer unvorstellbar schönen bewachsenen Mauer befindet.

Ein anderes Universum des Designs in der Hauptstadt ist das Café Campana im fünften Stockwerk des Musée d’Orsay: Die Brüder Campana, berühmte brasilianische Designer, haben eine sogenannte „onirico-aquatische“ Atmosphäre geschaffen – als Hommage an den großen lothringischen Glaskünstler Emile Gallé und den Jugendstil.

Design-Hotels

Nur auf einer regelrechten Rundreise durch Frankreich lernen Sie die berühmtesten Designer kennen. Verlängern Sie Ihren Besuch der Abtei von Fontevraud in der Nähe von Saumur im Loiretal und machen Sie eine Pause im modernen Ambiente der Orangerie oder des Cafés Aliénor, in einem von Laurent Vié geschaffenen Dekor.

Verbringen Sie anschließend die Nacht im Hotel Sōzō in Nantes, einem sogenannten Boutique-Hotel (persönlich geführtes, individuelles kleines Hotel) in einer Kapelle aus dem 19. Jahrhundert.

Das neue Hotel Marriott Renaissance in Aix-en-Provence versteht sich mit seinen Skulpturen von Traquandi und dem Mobiliar von Christian Ghion regelrecht als Kunstgalerie. Ein anderes modernes Designer-Hotel ist das Why Hôtel. Im Zentrum von Lille empfängt es sie mit seinen 46 Zimmern, die in den Farben der 70er-Jahre gestaltet sind.

Möchten Sie eine originelle Erfahrung machen? Dann lassen Sie die einzigartige Atmosphäre der Hotels Mama Shelter auf sich wirken – der von Serge Trigano geschaffenen Marke.

Sehenswert