Barrierefreiheit im Nahverkehr: Lothringen

  • Mettis Linie A

    Mettis Linie A

    © Abxbay - Wikimedia Commons

  • Zugängliche Haltestation mit modernem Niederflurbus in Nancy

    Zugängliche Haltestation mit modernem Niederflurbus in Nancy

    © Jean-Louis Zimmermann - Wikimedia Commons

Barrierefreiheit im Nahverkehr: Lothringen lorraine fr

Frankreichs östlichste Region ist nur ein Katzensprung von Deutschland entfernt und ist auch für kürzere Aufenthalte ein spannendes Reiseziel. Die größten Städte sind Nancy und Metz

Nachstehend finden Sie Informationen zu der Zugänglichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel in diesen beiden Städten.

Nancy

Der Hauptbahnhof von Nancy ist weitestgehend barrierefrei, die Zugänge zu den Bahnsteigen sind mit Fahrstühlen ausgestattet. Um eine Reise per Fernzug zu unternehmen, ist es, insbesondere für Rollstuhlfahrer, notwendig sich mit dem Service der SNCF (französische Eisenbahngesellschaft) in Verbindung zu setzen. Weitere Informationen zu Bahnreisen finden Sie in dem Artikel Bahnanreise nach Frankreich für mobilitätseingeschränkte Personen.

Zugänglichkeit der Busse und Tramways

In Nancy verkehren insgesamt 28 Bus und Straßenbahnlinien, dass Verkehrsnetz erstreckt sich durch den gesamten Stadtbereich und verbindet zudem umliegende Gemeinden wie Maxéville oder Laxou mit der Metropole. Betreiber des Verkehrsnetzes ist das Unternehmen Stan. Als erste französische Stadt hat Nancy 1982 einen sogenannten Oberleitungsbus eingeführt. Dieser ist praktisch eine Kreuzung zwischen Straßenbahn und Bus und fährt auf Luftreifen, die streckenweise in Leitschienen fahren.

Bereits heute sind der Großteil der Busse, Tramways und der Haltestellen barrierefrei zugänglich, bis 2018 soll das gesamte Verkehrsnetz inklusiver aller Stationen komplett barrierefrei ausgebaut sein. Dabei legen die Stadt und der Verkehrsbetrieb auf Folgendes besonderen Wert:

  • Abflachung der Gehwege an den Haltestellen
  • Ausstattung aller Busse mit einer Rampe, sowie einer zusätzlichen mobilen Rampe als Ersatz an Bord
  • Markierung des Rampen-Bereichs an der Haltestelle
  • Markierung des Haltestellenbereichs und des Bereichs des Buseinstiegs durch Blindenführungssysteme

Busse und Haltestellen, die bereits barrierefrei zu erreichen sind, sind mit Piktogrammen kenntlich gemacht.  Welche Linie und Stationen dies im einzelnen sind, zeigen die Linienfahrpläne, die Sie hier als PDF-Datei herunterladen können (S. 17 - 37). Die Busse sind gut sichtbar gekennzeichnet als "Ligne aménagée"

Handistan

Handistan ist ein Fahrdienst, der sich an Menschen mit eingeschränkter Mobilität (Geh- und Sehbehinderungen) richtet.

  • Um den Dienst zu nutzen, ist eine Reservierung nötig, die mindestens 12 Stunden vor in Anspruchnahme des Services erfolgen muss. Dies kann telefonisch unter der Nummer 0033 83 51 05 43 vorgenommen werden. (Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:45 Uhr. Fahrten am Wochenende müssen bereits am Freitag angemeldet werden).
  • Pro Fahrt können bis zu 3 Rollstühle transportiert werden.
  • Es gelten die Tarife des Nahverkehrs, die "normalen" Fahrkarten des Verkehrsbetriebs sind gültig.

Metz

Der Hauptbahnhof von Metz ist weitestgehend barrierefrei, die Zugänge zu den Bahnsteigen sind mit Fahrstühlen ausgestattet. Um eine Reise per Fernzug zu unternehmen, ist es, insbesondere für Rollstuhlfahrer, notwendig sich mit dem Service der SNCF (französische Eisenbahngesellschaft) in Verbindung zu setzen. Weitere Informationen zu Bahnreisen finden Sie in dem Artikel Bahnanreise nach Frankreich für mobilitätseingeschränkte Personen.

Zugänglichkeit der Busse

In Metz verkehren Busse in Rahmen eines innerstädtischen Omnibus-Netzes, das seit 2011 durch zwei Busway-Linien ergänzt wird. Diese Busway-Linien verbinden Metz mit den umliegenden Gemeinden. Sie verfügen über breite Eingänge, Rampen sowie akustischen und visuellen Anzeigen. Leider reicht der Platz im Bus jeweils nur für einen Rollstuhl.

Auch das innerstädtische Verkehrsnetz ist relativ gut auf Menschen mit eingeschränkter Mobilität eingestellt. Zumindest im Innenstadt Bereich sind die meisten Busse als Niederflurbusse umgerüstet und somit für Menschen mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrer geeignet. Leider sind momentan keine konkreten Fahrpläne inklusive Informationen zu der Zugänglichkeit aller Busse und Haltestellen über den Verkehrsbetrieb erhältlich. Dafür bietet das Fremdenverkehrsbüro Metz Unterstützung und zahlreiche Informationen (auch auf Deutsch).

ACCELIS

Accelis ist ein Fahrdienst, der sich an Fahrgäste mit körperlichen (Geh- und Sehbehinderungen) oder geistigen Einschränkungen, die Inhaber eines Schwerbehindertenausweises (ab einem Behinderungs-Grad von mindestens 80%) sind, wendet:

  • Eine Fahrt muss mindestens 24 Stunden vorher angemeldet werden, entweder telefonisch unter 0033 969 397 480 oder per Mail an accelis@lemet.fr
  • Der Dienst steht Mo. bis Fr. von 06:00 bis 20:00, Samstag von 06:00 bis 00:00 sowie Sonn- und Feiertags von 08:00 bis 20:00 Uhr zur Verfügung
  • Die Kosten entsprechen den Fahrkosten der öffentlichen Verkehrsmittel (2,80€ oder ein 10er-Heft für 23,20€)
  • Kinder können ab 6 Jahre auch ohne Begleitung reisen
  • Bei Engpässen werden Rollstuhlfahrer prioritär befördert

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