Barrierefreiheit in Frankreichs Nahverkehr

  • Metroeingang in Paris

    Metro in Paris - © Phovoir _Atout France

    Metroeingang in Paris

    Metro in Paris - © Phovoir _Atout France

  • Rennes Hauptbahnhof

    Hauptbahnhof von Rennes - © Michel Angot_Atout France

    Rennes Hauptbahnhof

    Hauptbahnhof von Rennes - © Michel Angot_Atout France

Barrierefreiheit in Frankreichs Nahverkehr

Nachstehend finden Sie Informationen zu der Zugänglichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel in verschiedenen Städten Frankreichs. Weitere Informationen zu überregionalen Bahnreisen finden Sie in dem Artikel Anreise mit der Bahn.

Bordeaux

Busse & Straßenbahnen

Bordeaux Straßenbahnen sind vollständig für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer zugänglich. Neuere Buslinien sind ebenfalls mit Gehhilfen oder Rollstühlen gut erreichbar. Alle barrierefreien Busse sind Dank eines Aufklebers an der Heckscheibe zu erkennen. Sämtliche Busse und Straßenbahnen verfügen über Tonbanddurchsagen, die nicht nur Menschen mit Sehbehinderungen die Reise erleichtern.

Mobibus

Ergänzend zu den öffentlichen Verkehrsmittel bietet Bordeaux den Fahrservice Mobibus an. Nach einer Registrierung (telefonisch oder per Mail)  können schwerbehinderte Fahrgäste diesen Service, der entlang der Bus- und Tramlinien verkehrt, ganzjährig (außer am 1. Mai) von 05:30 - 00:30 Uhr nutzen. Telefonische Reservierungen von 7:00 bis 19:00 Uhr unter Tel: 0033 (0) 5 56 166 166. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite von Mobibus (auf Englisch, Französisch oder Spanisch).

Brest

Busse & Tram-Bahnen

Die Buslinien 1 bis 7 sowie die Buslinie 13 werden von Niederflurbussen befahren. 26 der insgesamt 28 Tram-Linien sind mit Rampen, sowie Anzeigetafel und Tonbanddurchsagen ausgestattet. Auch die Haltestellen funktionieren mit Tonbandurchsagen.

Fahrservice Accemo

Ergänzend zu den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet Brest den Fahrservice Accemo an. Nach einer Online-Registrierung können Fahrgäste bei Bedarf direkt von zu Hause abgeholt werden. Der Dienst verkehrt entlang der Bus- und Tramlinien. Er richtet sich ausschließlich an schwerbehinderte Menschen (mindestens zu 80% schwerbehindert). Die Tarife entsprechen denen der öffentlichen Verkehrsmittel. Weitere Informationen unter www.bibus.fr (frz.)

Colmar

Busse

Die Busse der Linien 1, 2 und 7 sowie die "Wochenendlinien";A, B und C sind vollständig zugänglich für Rollstuhlfahrer und verfügen über akustische und visuelle Anzeigen. Welche Haltestellen barrierefrei zugänglich sind, erfahren Sie anhand der Streckenpläne, die hier zum Download angeboten werden.

Service Trace Mobile

Trace Mobile ist ein Fahrdienst mit Minibussen, der sich an Menschen mit Behinderungen und Senioren ab 75 Jahren wendet. Dieser funktioniert im Prinzip wie ein Taxidienst. Die Anmeldung muss telefonisch unter 0033 (0) 800 251 251 (frz./engl.) erfolgen. Jeder Auftrag sollte spätestens 24 Stunden im Voraus angemeldet werden. Die Kosten betragen pro Fahrt 2,80€. Zu folgenden Zeiten steht der Dienst generell zur Verfügung, andere Zeiten werden nur nach Absprache angeboten: Montags: 8:00 - 9:30 / 13:30 - 18h00 / Dienstag bis Freitags: 8:00 - 11:15 / 13:30 - 18:10 bzw. Freitags bis 17:45 / Wochenende und Feiertags: 9:30 - 12:00 / 14:00 - 17:30. 

Marseille 

Busse

Aktuell arbeitet die Stadt daran, die älteren Busmodelle durch neue Hybridbusse zu ersetzen, die grundsätzlich barrierefrei sein werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Linie 35 (Centre Ville / Estaque), B3A (Saint Jérôme / Métro Malpassé) und B3B (Technopôle de château Gombert / Métro La Rose) barrierefrei.

Straßenbahnen

Die Straßenbahnen (Tram) in Marseille sind alle barrierefrei und mit einem Durchsage- und Blindenleitsystemen ausgestattet.

Metro

Das U-Bahn-Netz ist leider nicht für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet. Nur vier Stationen der Linie 1 (La Fourragère, Saint Barnabé, Louis Armand und Blancarde) sind für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Metz

Busse

Die meisten Busse im Innenstadtbereich und alle Busway-Linien, die Metz mit den umliegenden Gemeinden verbinden, sind barrierefrei. Die Fahrzeuge verfügen über breite EingängeRampen sowie akustische und visuelle Anzeigen. Leider reicht der Platz im Bus jeweils nur für  einen Rollstuhl. Die konkreten Fahrpläne finden Sie hier (französisch).

Fahrdienst ACCELIS

Der Fahrdienst richtet sich an Fahrgäste mit körperlichen (Geh- und Sehbehinderungen) oder geistigen Einschränkungen, die Inhaber eines Schwerbehinderten-ausweises (ab einem Behinderungs-Grad von mindestens 80%) sind.

  • Eine Fahrt muss mindestens 24 Stunden vorher angemeldet werden, entweder telefonisch unter 0033 969 397 480 oder per Mail an
  • Der Dienst steht Mo. bis Fr. von 06:00 bis 20:00, Samstag von 06:00 bis 00:00 sowie Sonn- und Feiertags von 08:00 bis 20:00 Uhr zur Verfügung
  • Die Kosten entsprechen den Fahrkosten der öffentlichen Verkehrsmittel (2,90€ oder ein 10er-Heft für 24€)
  • Kinder können ab 6 Jahre auch ohne Begleitung reisen
  • Bei Engpässen werden Rollstuhlfahrer prioritär befördert

Mulhouse

Busse & Straßenbahnen

Bisher verkehren auf folgenden Linien barrierefreie Niederflurbusse :4, 14, 15, 17, 30. Auf diesen Linien ist ein Großteil der Haltestellen bereits barrierefrei (Blindenleitsysteme, abgeflachte Kantsteine, akustische Durchsagen) gestaltet. Die Straßenbahnen sind alle barrierefrei zugänglich.

Fahrdienst Domibus 

Rollstuhlfahrer oder Personen mit einer Behinderung von mindestens 80% können auch auf den Fahrdienst Domibus zurückgreifen. Hierzu muss zunächst ein Dossier ausgefüllt werden, bevor der Transport telefonisch unter 0033 (0)3 89 66 77 66 (Montag bis Freitag von 9h bis 17h) oder per Mail reserviert werden kann. Eine Strecke kostet 1,50€. 

Nancy

Busse & Tramways

In Nancy verkehren insgesamt 28 Bus und Straßenbahnlinien, von denen ein Großteil barrierefrei zugänglich ist. Welche Linie und Stationen dies im Einzelnen sind, zeigen die Linienfahrpläne, die Sie hier als PDF-Datei herunterladen können (S. 17 - 37). Die Busse sind gut sichtbar gekennzeichnet als "Ligne aménagée"

Fahrdienst Handistan

Der individuelle Fahrdienst Handistan richtet sich an Menschen mit Geh- und Sehbehinderungen. Pro Fahrt können bis zu 3 Rollstühle transportiert werden, es gelten die Tarife des Nahverkehrs, die "normalen" Fahrkarten des Verkehrsbetriebs sind gültig. Um den Dienst zu nutzen, ist eine Reservierung nötig, die mindestens 12 Stunden vor in Anspruchnahme des Services erfolgen muss. Dies kann telefonisch unter der Nummer 0033 83 51 05 43 vorgenommen werden. (Montag - Freitag, 07:00 - 17:45 Uhr. Fahrten am Wochenende müssen bereits am Freitag angemeldet werden.)

Obernai

Busse

Alle in Obernai verkehrende Busse sind zugänglich für Rollstuhlfahrer sowie für Menschen mit Geh- und/ oder Sehbehinderungen.

Paris

Eine Übersicht über die Barrierefreiheit bieten die Fremdenverkehrsämter in Paris und die Seite Infomobi.com. Letztere ist zwar ausschließlich auf Französisch, anhand der Nummerierung aller Linien findet man sich jedoch gut zurecht.

Metro & Tram

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist eine Nutzung der Pariser Metro leider nicht zu empfehlen. Der Großteil der Stationen verfügt nicht über Fahrstühle, die Drehkreuze, die es an jedem Eingang zu durchqueren gilt, sind mit Gehhilfen oder einem Rollstuhl kaum bzw. gar nicht zu bewältigen. Auch automatische Ansagen für blinde und sehbehinderte Fahrgäste sind leider noch nicht großflächig umgesetzt. Ausnahmen sind die Metro-Linie 14 sowie die Trams T1, T2, T3a, T3b,T4, T5, T6, T7 undT8,die bereits über ein Durchsagesystem verfügen. Diese Linien sind ebenfalls mit Optischen Hinweisen für hörbehinderte Fahrgäste ausgestattet.

Bus und Bahn

Besser sieht es bei der Benutzung der Busse aus, die mittlerweile fast alle mit Rampen, breiten Ein- und Ausstiegen und Durchsagen für sehbehinderte und blinde Menschen ausgestattet sind. Auch die Tramways, die Straßenbahnen, rüsten nach. Hier sind besonders die Linien T2, die im Südwesten von Paris verläuft, sowie T3, zwischen dem 13. bis 15. Arrondissement, auf die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten, Seh - oder Hörbehinderten Menschen gut eingestellt.

Rennes

Busse & Metro-Linien

Die Busse in Rennes sind grundsätzlich zugänglich (bis auf Linie 63)und u.a.mit Tonbanddurchsagen und Anzeigetafel ausgestattet. Auch die eingesetzten Metro-Züge sind rollstuhlgerecht und mit audio- und visuellen Hinweisen zu den Stationen versehen. Die Stationen sind zwar überwiegend, aber noch nicht vollständig barrierefrei. So gibt es Linien, die nur in eine Richtung vollständig mit dem Rollstuhl befahren werden können. Die Fahrpläne der Metro- und Buslinien stehen auch als vertonte App zum Download  bereit: Audio-Fahrplan Rennes(frz.).

Straßburg

Busse & Straßenbahnen

Die Haltestellen im Innenstadtbereich sowie die neu eingesetzten Busse des Straßburger Verkehrsverbands CTS sind barrierefrei zugänglich und zeichnen sich u.a. durch 2 gekennzeichnete Rollstuhlplätze pro Fahrzeug, breite Eingänge mit Rampen, Lautschrift-Anzeigen und akustische Durchsagen der Haltestellen aus. Bei allen Fragen rund um die Zugänglichkeit können Sie sich, auch auf Deutsch, per Mail an den CTS wenden: >>Kontaktformular

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