Barrierefreie Anreise mit dem Fernbus

  • Fernbus in Paris mit dem Arc de Triomphe im Hintergrund

    Fernbus in Paris mit dem Arc de Triomphe im Hintergrund

    © Atout France- Cédric Helsly

  • Allee in Aurons

    Allee in Aurons

    © Patrice Aguilar

Barrierefreie Anreise mit dem Fernbus

Zahlreiche Busunternehmen bieten Reisen ab verschiedenen deutschen Städten in alle Regionen Frankreichs an. Zwar dauert die Anreise so deutlich länger als die Anreise per Flugzeug, dafür sind die Fahrten nicht selten deutlich kostengünstiger als andere Transportmittel. Doch wie steht es um die Barriefreiheit der Busse?

Fernbusreisen für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer

Die großen Fernbusunternehmen wie z.B. Eurolines versprechen Inhabern eines Schwerbehinderten-Ausweises Vergünstigungen und befördern, solange dies im Schwerbehindertenausweis gekennzeichnet ist, den benötigten Begleiter umsonst. 

Für mobilitätsbeeinträchtigte und behinderte Menschen stellt eine Fahrt mit dem Fernbus jedoch noch immer ein großes Hindernis dar. Dies gilt umso mehr für Rollstuhlfahrer, die ihren Rollstuhl nicht oder nur schwer verlassen können. Zwar beschloss der Gesetzgeber eine Regelung, nach der ab 2016 alle Fernbusse auf deutschen Straßen barrierefrei sein müssen, doch was genau hiermit gemeint ist, bleibt unklar.

Denn die Einrichtung eines Rollstuhlstellplatzes oder ein Rollstuhllift alleine machen einen Fernbus noch lange nicht rollstuhlfreundlich. Auch nicht zugängliche Toiletten, Höhenunterschiede beim Einstieg in den Bus und nicht zuletzt die Verhältnisse an den Haltestellen selbst sind Hürden, die ein Rollstuhlfahrer unter Umständen kaum überwinden kann.

So bleibt gehbehinderten Reisenden leider nicht viel anderes übrig, als sich direkt mit den Fernbusunternehmen in Verbindung zu setzten, um eine barrierefreie Reise zu planen.
Übersicht über deutsche Busunternehmen, die Frankreich im Programm haben.>>

Fernbusreisen für Sehbehinderte und Blinde

Für Sehbehinderte ist die Anreise etwas unkomplizierter, insofern sie weniger mit Einstiegshürden etc. zu kämpfen haben. Dennoch empfiehlt sich auch für sie die Reise mit einer Begleitperson, da die wenigstens europaweit-verkehrenden Buslinien mit taktile Beschriftungen arbeiten.

Hunde, die einen Sehbehinderten begleiten, werden gegen Vorzeigen des amtlichen Schwerbehinderten-Ausweises unentgeltlich befördert.