Bahn-Mobilität in Frankreich

  • Rollstuhlfahrerin beim Einstieg in eine barrierefreie Metro in Paris

    Rollstuhlfahrerin beim Einstieg in eine barrierefreie Metro in Paris

    © Paris Tourist Office / Daniel Thierry

  • Auf dem Bahngleis in Frankreich

    Auf dem Bahngleis in Frankreich

    © Atout France - Phovoir

  • Am Bahnhof in Strasbourg

    Am Bahnhof in Strasbourg

    © Atout France - Phovoir

  • Zuganzeigetafel in Frankreich

    Zuganzeigetafel in Frankreich

    © Atout France - Phovoir

Bahn-Mobilität in Frankreich

Wer in Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkmal B ist, kann innerhalb Deutschlands während einer Bahnfahrt mit Vergünstigungen rechnen. So werden die Begleiter von Rollstuhlfahrern, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkmal B besitzen, kostenfrei befördert.

Die Lage für Touristen in Frankreich scheint auf den ersten Blick etwas komplizierter. Bisher hat sich die französische Bahngesellschaft SNCF noch nicht dazu entschieden dem Abkommen beizutreten, so dass ein Rabatt für die Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen nicht automatisch erfolgt. Allgemein können sie zwar mit Vergünstigungen rechnen, diese sind jedoch abhängig vom Grad und Art der Behinderung. So können die Begleiter von Sehbehinderten fast immer kostenlos mitfahren, während bei Menschen mit Gehbehinderungen in der Regel zunächst bewiesen werden muss, inwiefern der Rollstuhlfahrer auf seinen Begleiter angewiesen ist. 

Ihre Reise im ICE und TGV (Fahrten zwischen Deutschland und Frankreich)

Ist einmal geklärt worden, dass ein Begleiter unerläßlich ist, gilt dass Begleitpersonen von Personen mit Behinderung zum ermäßigten Tarif im selben Wagen ("Standard Premier" und "Business Premier") reisen. Um Ihren Platz zu reservieren, wenden Sie sich an den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn, der für Sie auch den Kontakt mit den französischen Bahnhof übernimmt. Sie erreichen den Service per Mail (msz@deutschebahn.com) oder telefonisch (0180 6 512 512).

Ihre Reise in Frankreich

Wenn Sie ihre Fahrten innerhalb Frankreichs schon von Deutschland aus planen, kann der Mobilitätsservice der Deutschen Bahn in großen Teilen weiter helfen. Man muss leider deutlich sagen, dass eine gewisse Spontanität dabei häufig, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Strecke bleibt. Auch der SNCF bietet unter dem Namen "Accès Plus" Beratung und Hilfe für Menschen mit eingeschränkter Mobilität an. Dies allerdings zu großen Teilen ausschließlich in französischer Sprache.

Kontakt und Ansprechpartner

Für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung sind die zuverlässigsten Ansprechpartner die französische SNCF sowie die Deutsche Bahn.

  • Mobilitätservice Deutsche Bahn: Tel.: 0180 6 512 512 , Faxnummer: 0180 5 159 357, E-Mail: msz@deutschebahn.com
  • Mobilitätsservice Accès Plus der SNCF: Tel.: 00 33 8 92 35 35 35, E-Mail: accesplus@sncf.fr

Auf Seiten der Deutschen Bahn wird unter der Nummer 0160 97 43 58 06 außerdem ein SMS-Service für Gehörlose und Schwerhörige bei der Mobilitäts-Zentrale angeboten. Wichtig ist, am Anfang der SMS i immer #deafhelp zu schreiben, damit die SMS weitergeleitet wird. Diesen können Sie nutzen, wenn:

  • Sie wichtige Informationen in Störungsfällen übermitteln wollen
  • ein Automat gestört ist
  • Geräte oder andere Einrichtungen im Bahnhof nicht funktionieren
  • Wenn Geräte oder andere Einrichtungen im Zug nicht funktionieren