Französisch-Guyana

  • Karneval in Französisch-Guyana

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    Karneval in Französisch-Guyana

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  • Musée de l'Espace in Kourou

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    Musée de l'Espace in Kourou

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  • Markt in Cayenne - Französisch-Guyana

    © Jean-Jacques Serol

    Markt in Cayenne - Französisch-Guyana

    © Jean-Jacques Serol

  • Wald in Französisch-Guyana

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    Wald in Französisch-Guyana

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  • Insel Salut Le Diable - Französisch-Guyana

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    Insel Salut Le Diable - Französisch-Guyana

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  • Fluss Crique Gabriel

    © CT Guyane

    Fluss Crique Gabriel

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  • Übernachten in Carbets im Camp Cariacou

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    Übernachten in Carbets im Camp Cariacou

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Französisch-Guyana Cayenne gf

Französisch-Guyana ist das einzige französische Gebiet auf dem südamerikanischen Kontinent. Trotz der niedrigen Bevölkerungsdichte ist Französisch-Guayana ein Kaleidoskop von Ethnien, die sich an der Küste und in den Städten Cayenne, Kourou und Saint-Laurent niedergelassen haben, wie die Amerindios und die Maroons. Zwischen Surinam und Brasilien gelegen, ist Französisch-Guyana aber auch ein Paradies für Ökotourismus.

Natur

Etwa 8 Mio. Hektar - das sind 90% der Landesfläche - sind von tropischem Regenwald bedeckt. Knapp die Hälfte davon gehört zum Parc Amazonien de Guyane, dem größten Nationalpark Frankreichs.

Das knapp 100.000 Hektar große Sumpfgebiet von Kaw, südöstlich von Cayenne, ist ein Naturreservat und Heimat geschützter Kaiman-Arten und vieler Vögel: Silberreiher, Sokoi-Reiher, Rotstirn-Jassana, Hoatzin u.v.m. Es kann nur mit dem Einbaum erreicht werden. Am Hattes und am Montjoly Beach kann man zwischen April und Juli den Lederrücken-Schildkröten beim Eierlegen zuschauen und später im Jahr der Geburt der kleinen Baby-Schildkröten beiwohnen.

Der 520 km lange Grenzfluss Maroni trennt Französisch-Guyana vom Nachbarstaat Surinam. Der Oyapock führt zu den Indianerdörfern Camopi und Trois Sauts. Am Approuage, dem wenig bewohnten Dschungelfluss mit den mächtigen Wildwassern, befindet sich der größte Wasserfall Französisch-Guyanas.

Aktivitäten

Auf den vielen Flüssen und Strömen in Französisch-Guyana lässt sich die Natur nach und nach entdecken. Im Einbaum auf dem Maroni dahingleiten, das bedeutet, mit den Flussvölkern Lebensweise und Kultur zu teilen. Wanderer, ob erfahren oder Anfänger, können auf zahlreichen Wanderwegen bei verschiedenen angebotenen Trekkingtouren einen der letzten unberührten Regenwälder der Erde entdecken.

Kultur und Tradition

Ein Besuch von Cayenne und der Städte im Landesinneren zeigen einen kulturellen Mix von faszinierender Lebendigkeit. Die Kostümbälle der Touloulous während des Karnevals sind Ausdruck einer ausgelassenen Feierstimmung. Ein bis zwei Monate lang tümmeln sich zur Karnevalszeit in Cayenne die Leute auf den Straßen.

Jede der einzelnen Volksgruppen pflegt ihr traditionelles Kunsthandwerk: Korbflechterei und Töpferei bei den Amazonas-Indianern, Holzskulpturen und Holzbilder bei den "Noirs-marrons". Die Hmongs praktizieren ihre typische Stickerei.

Die denkmalgeschützten Relikte der Strafkolonie kann man in Saint-Laurent und auf den Iles du Salut vor Kourou bestaunen.

Auf dem Festland liegt der Weltraumbahnhof der ESA, der ebenfalls besichtigt werden kann. Hier können Sie sogar dem Start einer Ariane-Rakete beiwohnen!

Gastronomie

Vier Jahrhunderte „Mischlings-Kultur“ zwischen Europäern, Afrikanern und Indianern haben jene unverkennbare „Aromamischung“ der Küche von Guyana geprägt. Gewürze wie Muskat, Ingwer, Rohrzucker, Pfeffer und Piment sind dabei nicht wegzudenken. Zu den Säulen der lokalen Gastronomie gehören Poulet und Poisson boucané (geräuchertes Huhn und Fisch) sowie Blaff (Bouillon aus Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie und Basilikum). An Fisch und Crevetten herrscht aufgrund des Reichtums der Gewässer absolut kein Mangel. Letztere bereitet man oft in Form von marinierten Spießen zu.

Eine weitere Spezialität bilden die Frikassees. Man serviert sie mit Reis und roten Bohnen. Ein Genuss ganz besonderer Art ist der Bouillon d’Awara, bei dem das Fruchtfleich dieser Palme zusammen mit geräuchertem Huhn und Fisch angebraten wird. Man serviert dieses „Nationalgericht“ als Zeichen des Willkommens, besonders an Ostern und Pfingsten.

Unterkünfte

An seiner Küste verfügt Französisch-Guyana über 3000 Betten in verschiedenen Etablissements, darunter Residenzen und klassifizierte Hotels großer Ketten (Best Western, Novotel, Logis de France) und rund 100 Betten in Mietobjekten von Clévacances.

Wer sich auf eine Abenteuer-Tour im Landesinneren begibt, findet ein eher „natürliches“ Übernachtungsangebot vor. Man kann in Baumwipfeln übernachten oder in typischen Holzkonstruktionen, den Carbets. Diese unterliegen einer sorgfältigen Klassifizierung der dafür zuständigen französischen Organisation Gîtes de France. Die Gites d’Amazonie bieten eine Unterbringung mit Vollpension und vollständig geführten Touren durch das Gebiet. Bei den Carbets d’Hôtes folgt man der Reglementierung nach der Charta der französischen Gästezimmer, wo man den Alltag mit den Besitzern teilt und etwa ein traditionelles Frühstück serviert bekommt. Alle bieten eine einfache, saubere und komfortable Ausstattung in einer grandiosen Natur. Außerdem stehen Gästezimmer, „Gîtes Ruraux“, „Gîtes d’Étape“ und „Gîtes de Séjour“ zur Verfügung.

Die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten

  • Saint-Laurent und Maroni-Fluss
  • Iles du Salut und die Relikte der Strafkolonie
  • Cayenne mit Karneval
  • Naturreservat der Kaw-Sümpfe: Beobachtung von Wasservögeln, Wasserschweinen und Brillen-Kaimanen
  • Amazonas Urwald: Reiche Fauna und Flora, reizvolle Flüsse (Maroni, Kourou, Approuague) mit verschiedenen Völkerstämmen (Indianer, Businengués). Man benutzt als Verkehrsmittel die Piroge.

Attraktionen/Aktivitäten

  • Raumfahrtzentrum mit Weltraummuseum und Raketenstart
  • Wander-, Quad-, Kanu- oder Kajak-Touren mit Biwak im Wald. Begegnung mit den Touloulous im Karneval.
  • Besuch der Salut-Inseln mit den Resten der Straflager (Bagne), die 1954 geschlossen wurden
  • Ausstellungsbesuch im Centre Culture Amérindien Kalawachi
  • Beobachtung der Eiablage und des Schlüpfens der Schildkröten im Naturreservat von Amana

Praktische Informationen

  • Hauptstadt: Cayenne
  • Sprachen: Offizielle Sprache ist Französisch. Auf Kreolisch verständigen sich die Bevölkerungsteile, die ansonsten noch ihre eigenen alten Sprachen praktizieren (Taki-taki, Galibi…). Auch mit Englisch kommt man weiter.
  • Einreisebestimmungen: Für französische Staatsangehörige genügt ein gültiger Personalausweis. Reisende mit Wohnsitz in einem EU-Land benötigen einen Reisepass, jedoch kein Visum. Bei der Ankunft muss auch ein Rückreiseticket vorgezeigt werden.
  • Zeitunterschied mit Paris: -4 Stunden im Winter, -5 Stunden im Sommer
  • Währung: Euro
  • Klima: äquatorial
  • Temperaturen: 22 bis 36°C
  • Beste Reisesaison: Juli bis März. Regenzeit (Wechsel von Schauern und Aufheiterungen) herrscht von April bis Juli.
  • Anreise: Flughafen von Cayenne Félix Eboué.
  • Airlines: Air France, Air Caraïbes.
  • Impfschutz: Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

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