Der Hartmannswillerkopf

  • Historial Hartmannwillerkopf Eingangsbereich

    Historial Hartmannwillerkopf - © INCA Leconte-Noirot - CMNHWK

    Historial Hartmannwillerkopf Eingangsbereich

    Historial Hartmannwillerkopf - © INCA Leconte-Noirot - CMNHWK

  • Historial Hartmannwillerkopf

    Historial Hartmannwillerkopf - © INCA Leconte-Noirot - CMNHWK

    Historial Hartmannwillerkopf

    Historial Hartmannwillerkopf - © INCA Leconte-Noirot - CMNHWK

  • Historial Hartmannwillerkopf von außen

    Historial Hartmannwillerkopf - © F. Fessler - ADT

    Historial Hartmannwillerkopf von außen

    Historial Hartmannwillerkopf - © F. Fessler - ADT

Der Hartmannswillerkopf hartmannswillerkopf fr

Das Bergmassiv Hartmannswillerkopf, das die deutschen Befehlshaber mit "HK" abkürzten, ist eine pyramidenförmige Felsformation, die über dem südlichen Elsass thront. Die französischen Frontkämpfer gaben ihm 1915 den Beinamen "Vieil-Armand" (Alter Armand) und nannten die Klippe, aufgrund der zahlreichen Opfer während der Kämpfe, "Männerfresser" oder "Todesberg". Er war Schauplatz zahlreicher Offensiven im Ersten Weltkrieg.

Ein hart umkämpfter Posten

Mit 956 Metern Höhe bildet dieser Standort einen strategisch wichtigen Beobachtungsposten und wird in erbitterten Schlachten entsprechend hart umkämpft In der Zeit zwischen dem 26. Dezember 1914 und dem 9. Januar 1916 folgen sich Angriffe und Gegenangriffe Schlag auf Schlag und der Gipfel wechselt 8 Mal den Besitzer.  Die berühmtesten Regimenter - darunter das bekannte 152. RI, von den Soldaten "15-2" genannt, kämpfen hier und erlitten an manchen Tagen Verluste, die die Hälfte ihrer Männer ausmachten. Auch die Bombardierungen durch die französische und die deutsche Armeen sind heftig: An einem einzigen Tag, dem 21. Dezember 1915, wurden beispielsweise von der französischen Artillerie 250 000 Granaten abgefeuert, die den umliegenden Wald nach und nach in eine Mondlandschaft verwandelten

Bedingt durch die Hartnäckigkeit, mit der die Generäle diese Anhöhe zu erobern suchten, beliefen sich die Verluste auf schätzungsweise 25 000 Mann auf beiden Seiten. Trotz der massiven Verluste ist keine der beiden Seiten bereit, den Standort aufzugeben. So gibt General Joffre auf Seiten der Franzosen die Losung aus " Der Hartmann muss zurückerobert werden", während der deutsche General Gaede verkündet: "Ich halte Wache über den Rhein".

Spuren des Krieges und Gedenkstätten

Die Anlagen, Bunker, Stollen und unterirdischen Schutzräume, die zur Unterbringung der Männer und der Munition dort eingerichtet wurden, sind die imposantesten im ganzen Vogesenmassiv. Noch immer ist die Hälfte der 6 000 erbauten Schutzräume längs der 90 Kilometer langen Schützengräben sichtbar. Das nationale Denkmal "Hartmannswillerkopf 14-18" ist eines der vier nationalen Denkmäler des Ersten Weltkriegs. Dieses besonders originelle Denkmal ist ein Werk des Architekten Robert Danis und des Bildhauers Bourdelle und wurde 1932 vom Präsidenten der Republik Albert Lebrun eingeweiht.

Auf dem deutschen Militärfriedhof von Cernay am Fuße des Hartmannswillerkopfs, der in den Jahren 1979-1983 renoviert wurde, befinden sich einige Gräber aus dem 19. Jahrhundert und der Großteil der Gräber der deutschen Kriegsgefangenen der verschiedenen Fronten, die in den Lagern in Frankreich festgehalten wurden. Insegsamt ruhen hier 7085 deutsche Opfer des Ersten Weltkrieges.

Historial Hartmannswillerkopf

Das deutsch-französische Historial zum Ersten Weltkrieg öffnet am 3. August 2017 seine Tore. Das Historial bietet einen globalen Überblick über den Ersten Weltkrieg mit Schwerpunkt auf die Geschehnisse am Hartmannswillerkopf.

In der Dauerausstellung steht die deutsch-französische Freundschaft im Vordergrund, beginnend mit Kriegsende, als sich die Kämpfer beider Seiten auf dem Schlachtfeld zusammenfinden, bis zu den internationalen Gedenkfeiern.

Am 3. August 2014 legten François Hollande, damaliger französischer Staatspräsident, und Joachim Gauck, ehemaliger deutscher Bundespräsident, im Rahmen der Gedenkfeiern zum Ersten Weltkrieg den Grundstein für das deutsch-französische Historial. 

Der historische Diskurs des Museums wurde in Zusammenarbeit mit einem wisschenschaftlichen Ausschuss bestehend aus französisch- und deutschstämmigen Spezialisten unter Vorsitz von Gerd Krumeich und Nicolas offenstadt erarbeitet. 

Alle Informationen des Historials werden in 3 Sprachen präsentiert (Deutsch, Französisch, Englisch). Ein spezieller Bereich ist Sonderausstellungen vorbehalten.

Praktische Informationen

Eintritt

Krypta: Eintritt frei

Historial:

  • Erwachsene: 5€
  • Kinder unter 10 Jahren: kostenfrei,
  • Gruppen: Erwachsene (nur nach Anmeldung): 4€, Schüler (nur nach Anmeldung): 3€
  • Führungen auf Anfrage

Öffnungszeiten

Das Schachtfeld ist ganzjährig erreichbar. Von einem Besuch im Winter wird jedoch abgeraten. Vom 11. November bis Ostern ist die Zufahrtsstraße gesperrt.

Krypta: 1. Mai - 11. November, täglich 9.30-12.30 Uhr und 13.45-17.45 Uhr

Führungen für Einzelpersonen: Juli, August, mittwochs 14.30 Uhr, Gruppen auf Anfrage

Anfahrt

  • Route des Crêtes - über Uffholtz D431 Col du Silberloch - über Willer-sur-Thur/Goldbach Col Amic D13 - über Markstein/Grand Ballon Col Amic D13.
  • Im Sommer ist die Gedenkstätte mit dem Shuttlebus "Navette des Crêtes" erreichbar. (Infos und Fahrplan)

Kontakt:

Comité du Monument National du Hartmannswillerkopf
Maison du Tourisme
1 rue Camille Schlumberger
F-68006 Colmar
Tel.: +33 (0)3 89 20 45 82
E-Mail: contact@memorial-hwk.eu

 

Verkehrsbüro von Cernay und der Region des Vieil Armand
Rue Latouche 1,
F-68700 Cernay
Tel.: +33 (0)3 89 75 50 35

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