Die Île de Ré (Neu-Aquitanien)

  • Der Phare des Baleines zählt zu den höchsten von Frankreich.

    Phare des Baleines - © Atout France - Phovoir

    Der Phare des Baleines zählt zu den höchsten von Frankreich.

    Phare des Baleines - © Atout France - Phovoir

  • Salzfelder auf der Île de Ré

    Salzfelder auf der Île de Ré - © Atout France - Phovoir

    Salzfelder auf der Île de Ré

    Salzfelder auf der Île de Ré - © Atout France - Phovoir

  • Wassersport wird auf der Insel groß geschrieben.

    Hafen von Saint-Martin-de-Ré - © Atout France - Phovoir

    Wassersport wird auf der Insel groß geschrieben.

    Hafen von Saint-Martin-de-Ré - © Atout France - Phovoir

Die Île de Ré (Neu-Aquitanien) Saint-Martin-de-Ré fr

Die île de Ré - die Weiße Insel - gehört zu den beliebtesten Ferienorten Westfrankreichs!

Die weiße Perle im Atlantik

„Ré die Weiße“ heißt die Île de Ré von alters her – und das hat mehr als nur einen Grund. Nahezu alle Häuser auf der Insel sind aus weißem Stein erbaut und verleihen der Île de Ré ihren typischen Charakter. Und auch die Salzgärten im Westen der Insel und die Sandstrände leuchten im Sonnenlicht so hell, dass es fast blendet. Nicht zu vergessen den Oleander, der dem Vernehmen nach hier weißer blüht als anderswo.

Einer der beliebtesten Ferienorte Frankreichs

Kein Zweifel: Die rund 1,6 Seemeilen westlich von La Rochelle und 6,5 Seemeilen nördlich der Île d‘Oléron gelegene Île de Ré zählt zu den Kleinodien der Region Nouvelle-Aquitaine. Und seit dem Bau der Brücke, die die Atlantikinsel mit dem Festland verbindet, auch zu den am stärksten frequentierten Ferienorten Westfrankreichs: Rund 200.000 Touristen besuchen jedes Jahr die Insel, die weniger als 20.000 Einwohner hat. Eine durchschnittliche Sonnenscheindauer von 2800 Stunden im Jahr und Sandstrände vom Feinsten locken nicht zuletzt zahlreiche Familien zum Badeurlaub hierher. Übrigens: Der Umweltschutz wird auf der Île de Ré sehr ernst genommen. Gegen wildes Campen etwa greifen die Behörden hart durch.

Die Natur auf der Île de Ré

Die Île de Ré ist ein Paradies für Naturliebhaber und für Ferien in freier Natur. Dünen, Weinberge und Pinienwälder prägen das Landschaftsbild. Die Salzgärten auf der Insel beherbergen eine Vielzahl einheimischer Vögel und eine große Pflanzenwelt. Wenn Sie mehr über die Salzgärten erfahren möchten, besuchen Sie das Ecomusée du Marais Salants!  Das Meer ist auf der Insel niemals weit, Pinienwälder und Weinberge umgeben die Strände und machen sie zu außergewöhnlichen Badeorten. Wilde Strände oder belebte Strände, Sie werden mit Sicherheit den für Sie idealen Ort finden. 

Das Wattfischen ist etwas für die ganze Familie. Mit etwas Glück können Sie Venusmuscheln, Herzmuscheln, Austern, Garnelen oder Taschenkrebse fangen - ohne dabei das natürliche Ökosystem aus dem Gleichgewicht zu bringen!

Die Île de Ré – ein Paradies für Wassersportler, Radfahrer und Wanderer

Wassersport

Die Île de Ré ist der ideale Urlaubsort für alle, die gerne in der Natur aktiv sind. Insbesondere für alle Wasserratten: Die Wassersportzentren in La Flotte, Saint Martin und Ars bieten Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse im Windsurfen und Segeln an. Es ist auch möglich, für Ausflüge oder Inselumrundungen stunden- oder tageweise Katamarane mit oder ohne Skipper zu mieten. Von Juni bis August finden zudem zahlreiche Segelregatten statt – die bekannteste von ihnen ist der Blue Wind Cup, ein Wettkampf der Tofinous, wie die traditionellen Segelboote der Insel heißen.

Auch Kajak- und Kanufahrten, etwa durch die Salzgärten bei Loix, sind bei den Touristen sehr beliebt. Passionierte Surfer kommen unter anderem an den Stränden Plage du Petit Bec, Plage de Gros Jonc und Pointe du Lizay in der Nähe von Portes en Ré auf ihre Kosten. Auch das Kitesurfen kann man hier erlernen. Entsprechende Schulen findet man an den Stränden Sablanceaux in Rivedoux, Pointe du Groin in Loix und Gros Jonc in Portes en Ré.

Fahrradparadies

Für das Inselinnere ist das Fahrrad das Fortbewegungsmittel der Wahl – nicht zuletzt auch deshalb, weil im Sommer der Ortskern der meisten Dörfer für den Autoverkehr gesperrt ist. Keine Sorge: Auch für weniger geübte Radfahrer ist die Île de Ré gut zu bewältigen. Ihre höchste Erhebung, der Peu des Aumonts, liegt nämlich gerade mal 20 Meter über dem Meeresspiegel. Insgesamt ist das Radwegenetz der Insel rund 100 Kilometer lang und besticht mit seinen pfiffigen Bodenmarkierungen: Zwei Buchstaben geben die Gemeinde, vier darauf folgende Zahlen die Nummer des Weges und die Entfernung vom Ausgangspunkt an – im Falle eines Unfalls hilfreiche Informationen für die Rettungskräfte. Übrigens: Auf der Insel gibt es zahlreiche Fahrradverleihe.

Sehenswürdigkeiten auf der Île de Ré

Die Île de Ré blickt zurück auf eine reiche Geschichte: Aufgrund ihrer strategisch wichtigen Lage wurde sie über die Jahrhunderte oft von Kriegen in Mitleidenschaft gezogen. Der Marquis de Toiras ließ dort im 17. Jahrhundert die Festung Saint-Martin-de-Ré bauen, um die Insel besser verteidigen zu können. Später wurde sie vom Baumeister Vauban noch erweitert. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts diente die Festung von Saint-Martin als Gefängnis und Zwischenstation für die Sträflinge, die nach Französisch-Guyana gebracht werden sollten. Zu den bekanntesten Häftlingen gehört wohl der französische Offizier Alfred Dreyfus. Einen Monat lang war er dort im Jahr 1895 inhaftiert, bevor er auf die Teufelsinsel deportiert wurde.

Die Befestigungsanlagen gehören seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe "Festungsanlagen von Vauban".

Ein weiteres Highlight ist der Leuchtturm Phare des Baleines, der zu den höchsten von ganz Frankreich zählt. Er ist von einem großen Park umgeben, in dem auch noch der alte - von Vauban konstruierte - Leuchtturm steht. Wenn Sie die 257 Stufen erklommen haben, werden Sie mit einem atemberaubenden Blick auf die Île de Ré und den Atlantik belohnt.

Auch die Mönche des Zisterzienserordens haben ihre Spuren auf der Île de Ré hinterlassen: Die Kirche Ars-en-Ré ist bekannt für die schwarz-weiße Turmspitze, die mit ihren 40 Metern Schiffern damals als Orientierung diente. Besteigen Sie den Glockenturm der Kirche von Saint-Martin-de-Ré und genießen Sie eine wunderbare Aussicht auf die Stadt. Die Abtei L'Abbaye des Châteliers ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster, das heute in Ruinen liegt und definitiv einen Besuch wert ist! Ergründen Sie die bewegte Vergangenheit des Klostes.

Attraktionen,Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten der Île de Ré

  • Watt: Das Watt ist ein Eldorado für Muschelsammler. Allerdings darf man nur Muscheln ab einer bestimmten Mindestgröße sammeln und die Höchstmenge von fünf Kilo nicht überschreiten.
  • Fischschleusen: Die bekanntesten sind die von Saint-Clément-des-Baleines und Sainte-Marie-de-Ré. Sie stehen unter Denkmalschutz.
  • Salzgärten: Die vor Jahrhunderten auf den lehmhaltigen Böden der Meeresbuchten angelegten Salzgärten im Westen der Insel sind ein absolutes Muss. Das Museum Ecomusée des Marais Salants informiert über die Geschichte der Salzgewinnung auf der Île de Ré. Probieren Sie auch von dem Karamell, das mit Fleur de Sel angereichert wurde!
  • Vogelschutzgebiet: Die Réserve naturelle de Lilleau des Niges, eine ehemalige Salzwiese, liegt an einer der größten Zugvogelrouten Europas. Hier kann man über 300 Vogelarten beobachten. Mit Informationszentrum und Lehrpfad.
  • Gebäude: Sehenswert sind unter anderem die vom berühmten Baumeister Sébastien Vauban errichteten Festungsanlagen in Saint-Martin-de-Ré oder der im 19. Jahrhundert erbaute Leuchtturm Phare des Baleines.
  • Gastronomie: Die Île de Ré ist für ihre Kartoffeln bekannt, genauer gesagt für ihre Frühkartoffeln, die einzigen mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung. Auch Austern, Landwein, Pineau und Cognac zählen zu den Spezialitäten. 

Übernachten

Auf der Insel finden Sie viele verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, darunter auch Campingplätze. Die Unterkünfte variieren zwischen 1 bis 5 Sterne, teilweise mit Pool-Komplexen, Animationen, Wellness, Mobil-home, Chalets, Schuppenzelte, und viele weitere originelle Unterkünfte, so dass für jeden das Passende dabei ist.

Anfahrt

  • Mit dem Auto: von Paris aus über die A10 bis La Rochelle, von dort die D735 über die mautpflichtige Brücke auf die Île de Ré
  • Mit dem Zug: von Paris mit dem TGV nach La Rochelle, vom Bahnhof dort fährt ein Bus nach Saint-Martin-de-Ré

Information

Office de tourisme Saint-Martin de Ré
2 Avenue Victor Bouthillier
17410 SAINT-MARTIN DE RE
Telefon:+33 (0)5 46 09 20 06
Telefonnummer für die Destination Île de Ré: +33 (0)5 46 09 00 55