Das Werk von Le Corbusier - UNESCO-Weltkulturerbe

Published on 16 August 2016
  • Villa Savoye

    Villa Savoye

    © J-C Ballot - CMN Paris

  • Cité Radieuse (Marseille)

    Cité Radieuse (Marseille)

    © OTCM - FLC

  • Cité Radieuse

    Cité Radieuse

    © OTCM - FLC

  • Maison de la Culture de Firminy

    Maison de la Culture de Firminy

    © Arnaud Frich - F.L.C / ADAGP

  • Chapelle Notre-Dame du Haut

    Chapelle Notre-Dame du Haut

    © ADAGP

Das Werk von Le Corbusier - UNESCO-Weltkulturerbe

Der berühmte schweizerisch-französische Architekt Charles Edouard Jeanneret-Gris (1887-1965), besser bekannt unter seinem Pseudonym « Le Corbusier », ist von der UNESCO ausgezeichnet worden. Ein Jahr nach seinem 50. Todestag sind 17 seiner Werke in das Weltkulturerbe aufgenommen worden, 10 von ihnen befinden sich in Frankreich.

 

Der Erfolg gemeinsamer jahrzehntelanger Arbeit

Die Aufnahme des Werkes von Le Corbusier ins Weltkulturerbe ist das Ergebnis jahrzehntelanger gemeinsamer Arbeit. Das Besondere dieser Kandidatur, die von Frankreich initiiert wurde, war das internationale Ausmaß: Sieben Staaten waren daran beteiligt (Deutschland, Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und die Schweiz).

 

Ein avantgardistischer Architekt

Le Corbusier war ein Visionär seiner Zeit und seine Kreationen lassen niemanden unberührt. Er ist heute immer noch einer der bekanntesten Architekten der Welt, der Vorreiter einer neuen und modernen Architektur. Städte waren seine liebste "Spielwiese", der Beton sein bevorzugtes Material.


Seine Werke, die innerhalb eines halben Jahrhunderts realisiert wurden, drücken ein neues Architekturverständnis aus und einen Bruch mit der Vergangenheit.


Frankreich war die Hauptstätte seines Schaffens, hier befinden sich zehn der in das Weltkulturerbe aufgenommenen Gebäude. Das berühmteste ist wohl die "Cité radieuse" von Marseille. Le Corbusier sah dieses Gebäude, das an einen Passagierdampfer erinnert, als richtiges Dorf an, mit einer Einkaufsstraße, einer Schule, einer Sporthalle und sogar Terrassen, damit die Bewohner das Meer bewundern können.


Folgende Gebäude in Frankreich wurden in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen:

 

  • Maisons La Roche et Jeanneret (Doppelhaus), Paris, Ile de France (1923)
  • Cité Frugès (Wohnsiedlung), Pessac, Aquitaine (1924)
  • Villa Savoye und loge du jardinier, Poissy, Ile de France (1928)
  • Mietshaus an der Porte Molitor, Boulogne-Billancourt, Ile De France (1931) 
  • Wohneinheit "La Cité Radieuse", Marseille, Provence-Alpes-Côté d'Azur (1945)
  • Fabrik Duval in Saint-Dié-des-Vosges, Lothringen (1946)
  • Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut, Ronchamp, Franche-Comté (1950)
  • Le Cabanon (Blockhaus), (Le Corbusiers Feriendomizil), Roquebrune-Cap-Martin, Provence-Alpes-Côté d'Azur (1951)
  • Kloster Saint-Marie-de-la-Tourette, Eveux, Rhône-Alpes (1953)
  • Maison de la Culture de Firminy (Kulturzentrum), Rhône-Alpes (1953)

 

Ein weltbekannter "Künstler"

Die Arbeit Le Corbusiers beschränkt sich aber nicht nur auf Frankreich, seine 17 in das Weltkulturerbe aufgenommenen Gebäude verteilen sich auf drei Kontinente: In Europa gibt es seine Gebäude auch in Deutschland, Belgien und der Schweiz; Südamerika ist mit Argentinien vertreten und Asien mit Indien und Japan.


Weitere sieben Werke/ Projekte, die ins Weltkulturerbe aufgenommen wurden:

 

  • Villa am Ufer des Genfer Sees, Corseaux, Vaud, Schweiz (1923)
  • Maison Guiette, Anvers, Flandern, Belgien (1926)
  • Zwei Häuser der  Weissenhofsiedlung, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland (1927)
  • Mietshaus Clarté, Genf, Schweiz (1930)
  • Maison Docteur Curutchet, La Plata, Provinz Buenos-Aires, Argentinien (1949)
  • Kapitol-Komplex, Chandigargh, Pendjab, Indien (1952)
  • Nationalmuseum für westliche Kunst, Taito-Ku, Tokio, Japan (1953)